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Deutsche Bank sieht Renditeziel von 25% in Gefahr - Notfallfonds verteidigt

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2009 - 20:10 publiziert

MÜNCHEN/FRANKFURT (awp international) - Der Chef der Deutschen Bank fürchtet um sein viel gescholtenes Renditeziel von 25 Prozent, sollten die Kreditinstitute künftig mehr Eigenkapitalvorhalten müssen. Das Ziel zu erreichen, würde dann "wohl schwieriger", sagte Josef Ackermann der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe). Die 25 Prozent seien aber kein Wert an sich. Ziel sei es, zu den besten Banken der Welt zu zählen. "Wenn für alle Marktteilnehmer andere Voraussetzungen gelten, ändert sich womöglich die Messlatte für die Besten."
Bereits zuvor hatte Ackermann ausgeführt, dass strengere Eigenkapital-Vorschriften zu Lasten der Gewinne gingen. Die G-20-Staaten haben sich grundsätzlich darauf verständigt, dass Banken künftig stärker kapitalisiert sein müssen. Dadurch soll eine weitere Finanzkrise vermieden werden. Die genauen Regelungen stehen indes noch nicht fest.
NOTFALLFONDS VERTEIDIGT
Banker und viele Politiker drängen darauf, dass die neuen Bestimmungen erst nach Beendigung der aktuellen Krise eingeführt werden. Sie befürchten anderenfalls, dass weniger Kredite vergeben werden. Jeder Kredit muss mit einer bestimmten Menge Eigenkapital abgesichert werden.
Seine Idee eines Notfallfonds, in den Banken und Staat einzahlen, verteidigte Ackermann: "Viele Kritiker gehen von der unrealistischen Annahme aus, eine systemische Bankenkrise lasse sich ohne staatlichen Mitteleinsatz lösen." Das widerspreche jeder historischen Erfahrung. Denn eine systemische Krise sei gerade dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht von dem betroffenen Sektor allein gelöst werden könne. Politiker hatten kritisiert, dass die Banken die Verantwortung auf die Steuerzahler abwälzen wollten./das/fa

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