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(Mit weiteren Angaben)
FRANKFURT (awp international) - Nach einem unerwartet guten zweiten Quartal steigt bei der Deutschen Börse die Zuversicht für das Gesamtjahr. Zwar drückten die Kosten für den Umbau des Unternehmens aufs Ergebnis, dennoch übertraf der Frankfurter Dax-Konzern mit seinen am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Zahlen die Markterwartungen.
"Im zweiten Quartal 2010 hat sich das Geschäftsumfeld für die Gruppe Deutsche Börse weiter verbessert", erklärte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. Das Unternehmen habe sowohl von der höheren Volatilität an den Märkten als auch vom eigenen Sparkurs profitiert. Mehr gehandelt wurde wegen der anziehenden Konjunktur und der Unsicherheit an den Märkten infolge der Schuldenkrise im Euro-Raum. Zudem konnte der Umzug der Konzernzentrale von Frankfurt ins benachbarte Eschborn "kosteneffizienter als ursprünglich gedacht umgesetzt werden", wie Pottmeyer am Mittwoch in einer Telefonkonferenz erläuterte.
Der Umsatz legte von April bis Juni auf 564,4 (Vorjahreszeitraum: 515,6) Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 257,4 (248,8) Millionen Euro. Der Überschuss fiel moderat auf 160,8 (164,9) Millionen Euro. Spuren bei EBIT und Überschuss hinterliessen bereits angekündigte Aufwendungen für den Abbau von Jobs und die Verlagerung weiterer Stellen nach Prag in Höhe von 82 Millionen Euro. Ohne Restrukturierungsaufwendungen wäre das EBIT nach Angaben der Börse noch deutlicher auf 338,4 Millionen Euro angezogen.
Doch nach Pottmeyers Einschätzung wirkten sich "die Massnahmen zur Steigerung der operativen Effizienz bereits positiv auf das Ergebnis der Gruppe aus". Wegen der guten Kostenentwicklung im ersten Halbjahr rechnet der Konzern damit, dass die ursprüngliche Prognose für 2010 von 1,2 Milliarden Euro Kosten vor Restrukturierungsaufwendungen unterschritten wird. Zudem erwartet der Frankfurter Marktbetreiber geringere Aufwendungen für den weiteren Umbau des Unternehmens: "Sie werden sich auf unter 200 Millionen Euro belaufen und liegen damit rund 40 Millionen Euro unter der ursprünglichen Annahme."
Nach etwas vorsichtigeren Aussagen zur Vorstellung der Zahlen zum ersten Quartal sieht die Deutsche Börse AG nun Anzeichen einer konjunkturellen Erholung und hält sich weiterhin für gut aufgestellt, im laufenden Jahr ihren Umsatz zu steigern. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und die im vierten Quartal 2009 gebuchten Abschreibungen auf die US-Optionsbörse ISE sollte auch ein Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden, hiess es.
Nach sechs Monaten stand ein Überschuss von 317,7 (370,8) Millionen Euro in den Büchern. Die Erlöse blieben nahezu stabil bei 1,083 (1,055) Milliarden Euro. Die Aktie der Deutschen Börse reagiert auf die Zahlen am Mittwoch mit kräftigen Kursgewinnen und setzte sich an die Dax-Spitze.
Nach Angaben von Pottmeyer strebt die Börse unverändert eine Ausschüttungsquote zwischen 40 und 60 Prozent des Jahresüberschusses an. Zudem seien zusätzliche Aktienrückkäufe vorgesehen, allerdings nach wie vor nicht für 2010. Die Dividende für 2009 hatte die Börse trotz eines sehr schwachen Geschäftsjahres mit 2,10 Euro je Aktie auf dem Niveau des vorherigen Rekordjahres gehalten./ck/ben/edh

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