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Deutsche Post dank Kostensenkungen und Konjunkturaufschwung im Aufwind (AF)

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 10:19 publiziert

BONN (awp international) - Die Deutsche Post hat im ersten Quartal getragen von der konjunkturellen Erholung etwas mehr umgesetzt und wegen des Sparkurses deutlich mehr verdient. Für das Gesamtjahr erwartet Unternehmenschef Frank Appel eine kontinuierliche Erholung der weltweiten Transportmengen. Daher stellte er am Dienstag in Bonn trotz des zum 1. Juli fallenden Steuerprivilegs einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten am oberen Ende der Spanne zwischen 1,6 Milliarden und 1,9 Milliarden Euro in Aussicht. Dabei soll die Briefsparte 1,0 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro einfahren, die DHL-Sparte 1,0 bis 1,1 Milliarden Euro. Damit erwartet die Post, bei den Dachaufgaben des Konzerns dreistellige Millionenverluste zu verbuchen. Auch der Umsatz soll den Vorjahreswert von 46,2 Milliarden Euro übertreffen. An der Börse stieg die Aktie zu Handelsbeginn um 2,5 Prozent auf 12,23 Euro und setzte sich damit an die Spitze des Dax .
"Nach dem erfreulichen Start in das neue Geschäftsjahr sehen wir uns in unserem grundsätzlichen Optimismus für 2010 bestätigt. Für die Zukunft setzen wir auf eine Stabilisierung der Ergebnisse im Brief-Bereich und auf DHL als treibende Kraft für die Steigerung des Konzerngewinns", sagte Finanzvorstand Larry Rosen.
ERSTES QUARTAL ÜBER DEN ERWARTUNGEN
In diesem Jahr sollen zudem die grössten Projekte des Konzernumbaus abgeschlossen werden. Zwar fänden Umstrukturierungen bei einem grossen Unternehmen nie ein Ende, doch werde im kommenden Jahr die bisherige Leitkennziffer operatives Ergebnis vor Sonderposten wegfallen. Die Auswirkungen des Wegfalls des Steuerprivilegs seien ebenso überschaubar wie die Belastungen durch die aus Island stammende Aschewolke, sagte Rosen.
Im ersten Quartal übertraf die Post die Erwartungen der Analysten. Sie steigerte den Umsatz von 11,5 Milliarden auf 12,0 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern stieg dank der Sparkur und des Konzernumbaus von 27 Millionen auf 512 Millionen Euro. Der Überschuss legte einen gewaltigen Sprung von 944 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro hin. Grund ist Bilanz-Umstellung auf IFRS. Die Umtauschanleihe, die die Post im Zuge des Postbank-Verkaufs ausgegeben hatte, wurde im vergangenen Quartal mit 1,4 Milliarden Euro verbucht.
BRIEFSPARTE HÄLT GEWINN DANK KOSTENSENKUNGEN
Die Briefsparte setzte ihren Niedergang fort, weil immer mehr physische durch elektronische Briefe ersetzt werden. Die Post profitierte allerdings vom stark wachsenden Internethandel mit seinem Paketgeschäft. Dank strikter Kostensenkungen sank das EBIT vor Sonderpost lediglich um 4,2 Prozent auf 390 Millionen Euro.
Das Expressgeschäft entwickelte sich besonders gut. Der Umsatz legte getragen vom deutlichen Anstieg der Sendemengen um 9 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu. Mit dem Rückzug aus dem inneramerikanischen Expressgeschäft drehte die Post einen operativen Vorjahresverlust von 120 Millionen Euro in einen Gewinn von 154 Millionen Euro um.
Das Speditions- und Frachtgeschäft spürte die konjunkturelle Erholung in Asien besonders stark. Der Umsatz stieg um 13,5 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Einmaleffekten legte um 8 Prozent auf 54 Millionen Euro zu. Die Sparte Kontraktlogistik schrumpfte geringfügig auf 3,1 Milliarden Euro, nachdem das Geschäfts mit dem insolventen Arcandor-Konzerns weggefallen war. Starkes Wachstum und das Beenden unprofitabler Aktivitäten steigerte den um Einmaleffekte bereinigten operativen Gewinn um 52,4 Prozent auf 64 Millionen Euro./fn/stb/wiz

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