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FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Freitag stark von der überraschend guten Stimmung in der deutschen Wirtschaft profitiert. In der Spitze kletterte die Gemeinschaftswährung auf 1,3476 US-Dollar und kostete damit fast eineinhalb Cent mehr als am Morgen. Damit notiert der Euro zum Dollar so hoch wie zuletzt Mitte April. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3412 (Donnerstag: 1,3323) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7456 (0,7506) Euro. Der Goldpreis stellte einen neuen Rekord auf, verfehlte den Sprung über die Marke von 1.300 Dollar aber knapp.
"Auslöser für die starken Kursgewinne des Euro war das starke Ifo-Geschäftsklima", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft ist im September zwar nur leicht gestiegen. Experten hatten aber fast ausschliesslich mit einem Rückgang gerechnet. Die anhaltend gute Stimmung deutscher Unternehmen spricht für ein abermals starkes Wachstum im dritten Quartal. Zum Jahresende hin rechnen viele Volkswirte aber mit einer Abkühlung.
"Verstärkt wurden die Kursgewinne des Euro durch schwache Zahlen aus den USA am Nachmittag", ergänzt Praefcke. Eine weitere Lockerung der amerikanischen Geldpolitik, wie sie seitens der US-Notenbank bereits in Aussicht gestellt wurde, werde zusehends wahrscheinlicher. Die meisten Experten gehen zwar nicht von einem Rückfall der US-Konjunktur in die Rezession aus. Der Aufschwung in den USA wird jedoch zumeist als "blutleer" beschrieben, insbesondere wegen des seit Monaten stagnierenden Arbeitsmarkts.
Marktgerüchte, wonach die japanische Notenbank zum zweiten Mal gegen den starken Yen interveniert haben soll, blieben zunächst unbestätigt. Bereits in der Nacht zum Freitag hatte der Yen in kurzer Zeit kräftig zu vielen Währungen nachgegeben. Eine offizielle Bestätigung seitens der japanischen Notenbank blieb jedoch aus. "Es wäre schon seltsam, wenn die Notenbank entgegen ihres Vorgehens bei der ersten Intervention nun verdeckt intervenieren würde", kommentierte Praefcke. Der seit Wochen starke Yen bereitet vor allem der exportorientierten japanischen Wirtschaft Kopfzerbrechen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85345 (0,85050) britische Pfund , 113,20 (112,49) japanische Yen und 1,3163 (1,3138) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde in London am Nachmittag mit 1.297,00 (1.290,75) Dollar gefixt. In der Spitze wurde mit 1.299,95 Dollar ein neuer Rekordwert erreicht. Ein Kilo Gold kostete 30.870,00 (30.850,00) Euro./bgf/stw

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