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FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Mittwoch nach einer wahren Berg- und Talfahrt letztlich kaum verändert zum US-Dollar tendiert. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2630 Dollar und damit in etwa soviel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2613 (Dienstag: 1,2611) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7928 (0,7930) Euro.
"Der alles bestimmende Faktor am Markt ist die grosse Risikoscheu der Anleger", sagte Devisenexperte Lothar Hessler von HSBC Trinkaus. "Weder gute Konjunkturdaten aus dem Euroraum noch schlechte Zahlen aus den USA können dem Euro zurzeit nachhaltig helfen." Dies bestätigte sich am Mittwoch: So war die Marktreaktion auf das abermals gestiegenen Ifo-Geschäftsklima zunächst euphorisch, die Wirkung verpuffte aber schnell.
Auch stark enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA, allen voran vom Immobilienmarkt, bescherten dem Euro am Nachmittag nur zeitweise Auftrieb. Nachdem bereits am Dienstag die Bestandsverkäufe eingebrochen waren, gaben am Mittwoch auch die Neubauverkäufe zweistellig nach. "Die allgemeine Verunsicherung der Anleger und die wieder aufkommenden Spannungen im Euroraum belasten den Euro", sagte Hessler.
Diese hohe Risikoscheu zeigt sich auch an anderen Währungen: So fiel der Euro zum Schweizer Franken erstmals unter die Marke von 1,30 Franken. Zum japanischen Yen, der ebenfalls als "sicherer Hafen" gilt, notiert der Euro so schwach wie seit neun Jahren nicht mehr.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,81850 (0,8193) britische Pfund , 106,49 (106,19) japanische Yen und 1,2994 (1,3156) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.237,50 (1.222,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 31.080,00 (30.690,00) Euro./bgf/jha/wiz

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