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DEVISEN/Euro fällt auf Rekordtief zum Schweizer Franken

Dieser Inhalt wurde am 01. April 2010 - 11:30 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag auf ein Rekordtief zum Schweizer Franken gefallen. Vor allem die gute Stimmung in der Schweizer Wirtschaft hat zum erneuten Kursanstieg des Franken geführt. Zwischenzeitlich sank die europäische Gemeinschaftswährung bis auf 1,4187 CHF. Zuletzt kostete ein Euro aber wieder 1,4204 CHF. Noch am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,4276 (1,4316) CHF festgesetzt.
"Der in der Schweiz extrem gestiegene Einkaufsmanagerindex PMI im März hat den Franken beflügelt", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der PMI kletterte im März auf 65,5 Punkte nach 57,4 Zählern im Vormonat. Dies ist der höchste Stand seit November 2006. In der Eurozone stieg der entsprechende Indikator auf 56,6 Punkte.
"Die Zurückhaltung der Schweizer Notenbank (SNB) am Devisenmarkt trägt ebenfalls zu der Schwäche des Franken bei", sagte Umlauf. Die SNB hatte lange versucht, durch Interventionen am Devisenmarkt den Euro nicht unter die Marke von 1,50 CHF fallen zu lassen. Mit der Zuspitzung der Schuldenkrise in Griechenland konnte diese Marke seit Ende des Jahres nicht mehr gehalten werden. Rund 60% der Schweizer Exporte gehen in die Eurozone.
Mittlerweile will die SNB nur noch eine zu schnelle Aufwertung des Franken verhindern. "Die SNB sieht offenbar keine Deflationsgefahren mehr, die durch den hohen Frankenkurs verstärkt werden können", sagte Umlauf. Zuletzt waren die Verbraucherpreise gestiegen. Zudem zeigten die jüngsten Daten, dass auch der Export offensichtlich nicht stark unter der Wechselkursentwicklung leide, sagte Umlauf. "Die SNB wird ihren Leitzins jedoch nicht vor der EZB anheben", sagte Umlauf. Die Konjunkturerholung verlaufe in beiden Währungsräumen gleichgerichtet.
js/bf/gab/ch

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