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FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro hat am Donnerstag seinen Höhenflug nach Inflationswarnungen der Europäischen Zentralbank (EZB) fortgesetzt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3751 US-Dollar gehandelt. In der Spitze erreichte der Euro mit 1,3759 Dollar den höchsten Stand seit November. Die EZB hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3716 (Mittwoch: 1,3681) Dollar festgesetzt.
"Die erneuten Warnungen von EZB-Vertretern vor steigenden Inflationsrisiken hat den Euro gestützt", sagte Stephan Rieke Devisenexperte bei der BHF-Bank. Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi hatte vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der Importpreise vor Preisgefahren gewarnt. Die derzeit expansive Geldpolitik der Notenbanken könnte zudem zu neuen Problemen im Bankensektor führen. Laut Rieke scheint die EZB vorsichtig eine Wende in ihrer Geldpolitik vorzubereiten.
Die EZB stehe damit im deutlichen Kontrast zur US-Notenbank (Fed) die am Mittwochabend noch keine Inflationsgefahren sah und die Fortsetzung ihrer konjunkturstützenden Politik signalisierte. In Deutschland war die Inflationsrate im Januar hingegen wegen steigender Energiepreise von 1,7 Prozent im Vormonat auf 1,9 Prozent gestiegen. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten jedoch mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 2,0 Prozent gerechnet.
Der Yen geriet am Donnerstag nach einer Herabstufung der japanischen Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stark unter Druck. In der ersten Herabstufung seit dem Jahr 2002 hatte die Ratingagentur ihre Bewertung von "AA" auf "AA-" gesenkt. Der Dollar stieg von 82,43 Yen vor der Veröffentlichung auf 82,85 Yen am Nachmittag.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85955 (0,86325) britische Pfund , 113,90 (112,47) japanische Yen und 1,2940 (1,2922) Schweizer Franken festgelegt.
Zum Schweizer Franken hat sich die Gemeinschaftswährung am Donnerstag bis zum Berichtszeitpunkt weiter verteuert und konnte dabei gar die Marke von 1,30 überqueren. Der Euro kostet derzeit 1,3001 CHF nach 1,2932 CHF zum Start des europäisch geprägten Handels. Der Dollar steht bei 0,9455 CHF nach 0,9436 CHF.
Der Euro habe den am 10. Januar bei 1,2434 CHF eingeleitete Aufwärtstrend fortgesetzt und stehe nun davor, die Marke von 1,30 nachhaltig zu übertreffen, so ein Devisenhändler. Allerdings stelle sich dieser Entwicklung die wichtige technische Widerstandsmarke bei 1,3070 entgegen. Darüber hinaus müsse ein Widerstand bei 1,3160 durchbrochen werden, damit sich der Euro zum Franken weiter entfalten könne.
Am Weltwirtschaftsforum WEF in Davos hielt SNB-Präsident Philipp Hildebrand fest, dass sich die Frankenstärke erst mit Verzögerung auf die Schweizer Wirtschaft auswirken werde. Die Schweizer Exportunternehmen würden unter der Frankenaufwertung leiden. Für dieses Jahr rechnet die SNB mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 1,5% nach schätzungsweise 2,5% im Jahre 2010.
Europa Europa Europa Europa
(Do, 16.45) (Do, 14.46) (Do, 07.41) (Mi, 21.05)
EUR/USD 1,3751 1,3745 1,3706 1,3681
USD/CHF 0,9455 0,9434 0,9436 0,9439
EUR/CHF 1,3001 1,2966 1,2932 1,2922
GBP/CHF 1,5084 1,5067 1,5006 1,4995
USD/JPY 82,845 82,875 82,18 82,43
Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.334,50 (1.328,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 30.780,00 (30.790,00) Euro.
jsl/jkr/he/mk

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