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DEVISEN/Teuerung treibt Euro zeitweise über 1,42 US-Dollar

Dieser Inhalt wurde am 31. März 2011 - 16:53 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Eine unerwartet hohe Teuerung im März hat dem Euro am Donnerstag zeitweise starken Auftrieb verliehen. Nachdem das europäische Statistikamt Eurostat am Vormittag einen überraschenden Inflationsschub meldete, stieg die Gemeinschaftswährung auf ihr Tageshoch bei 1,4233 US-Dollar. Im frühen Handel hatte der Euro fast einen Cent weniger gekostet. Am späten Nachmittag notierte der Euro noch bei 1,4190 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4207 (Mittwoch: 1,4090) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7039 (0,7097) Euro.
"Der Preisauftrieb dürfte der EZB gar nicht gefallen", sagte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Die von der Notenbank signalisierte Zinserhöhung im April sei damit so gut wie sicher. Es wäre die erste Erhöhung des Leitzinses nach der Finanz- und Wirtschaftskrise. Nach Zahlen von Eurostat ist die Euroraum-Inflation im März von 2,4 auf 2,6 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Rückgang der Jahresrate gerechnet. Der aktuelle Wert liegt deutlich über dem EZB-Ziel von knapp zwei Prozent.
Dass der Euro seine Kursgewinne im Nachmittagshandel nicht ganz halten konnte, erklärte Leuchtmann zum einen mit handelstechnischen Gründen. Zum anderen verwies der Experte auf die europäische Schuldenkrise. So spitzt sich die Lage im finanzschwachen Portugal immer weiter zu. Am Donnerstag wurden Zahlen bekannt, wonach das südeuropäische Land seine Sparziele im vergangenen Jahr klar verfehlt hat. Zudem leidet das Land unter einer Regierungskrise. Portugal gilt als nächster Kandidat für den Euro-Rettungsschirm EFSF, unter den sich bislang nur Irland geflüchtet hat.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88370 (0,87890) britische Pfund , 117,61 (117,01) japanische Yen und 1,3005 (1,2993) Schweizer Franken fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.439,00 (1.425,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 31.840,00 (31.900,00) Euro./bgf/he

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