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HAMBURG (awp international) - Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Herstellers Drägerwerk will nach dem Rekordjahr 2010 auch eine deutlich höhere Dividende zahlen. Die Aktionäre sollen 0,79 Euro je Aktie mehr als ein Jahr zuvor erhalten, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Mittwoch in Hamburg mit. Damit erhöht sich die Dividende je Stammaktie von 0,34 auf 1,13 Euro je Aktie. Die Dividende für Vorzugsaktie wird von 0,40 Euro auf 1,19 Euro je Anteilsschein aufgestockt. An der Börse kam der kräftige Dividendenaufschlag gut an. Die Aktie gewann bis zum frühen Nachmittag bei einem festen Markt um 5,15 Prozent auf 59,99 Euro.
Auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet Drägerwerk einen weiteren Anstieg bei Umsatz und Auftragseingang - dazu beitragen sollen vor allem erneut die Schwellenländer, insbesondere China. Der Auftragseingang soll mindestens so stark wachsen wie die Weltwirtschaft, sagte Unternehmenschef Stefan Dräger. Die Prognose der Weltbank liege bei 3,3 Prozent. Für den Umsatz rechnet er mit einem etwas schwächeren Zuwachs. Er soll um ein bis zwei Prozentpunkte hinter dem Wachstum des Auftragseingangs liegen.
Aufgrund höherer Investitionen und des Umbaus der Marketing- und Vertriebsorganisation rechnet der Konzern mit einer EBIT-Marge zwischen 7,5 und 8,5 Prozent. 2010 betrug sie 8,9 Prozent. Mittelfristig soll die Marge allerdings auf mindestens 10 Prozent steigen.
Die Lage in Japan bezeichnet der Dräger-Chef als katastrophal. Der Lübecker Konzern ist in dem asiatischen Land engagiert und beschäftigt dort insgesamt 164 Mitarbeiter. "Tendenziell ist die Unsicherheit in den vergangenen Tagen deutlich grösser geworden", sagte Dräger. Der Hauptsitz sei von Tokio nach Osaka verlegt worden. Dräger wolle "einen nennenswerten Betrag" sowie Ausrüstung für Krankenhäuser spenden Eine genaue Summe wollte er jedoch nicht nennen. Zudem halte der Konzern eigene Produkte wie etwa Schutzmasken und Schutzanzüge bereit. Welche Auswirkungen die Katastrophe auf den Dräger-Konzern haben werde, sei noch unklar. Dräger macht etwa drei Prozent des Konzernumsatzes in Japan.
Das vergangene Jahr schloss Drägerwerk vor allem dank florierender Geschäfte in den Regionen Amerika und Asien-Pazifik mit neuen Bestmarken bei Ergebnis- und Umsatz ab. Zudem profitierte das Unternehmen von seinem Sparprogramm, aber auch von positiven Wechselkursen. Der Gewinn nach Minderheiten stieg auf 90,7 Millionen Euro nach nur 14,9 Millionen Euro im Vorjahr. Damit übertraf Dräger die Schätzungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Den operativen Gewinn (EBIT) konnten die Lübecker mit 192,8 Millionen Euro mehr als verdoppeln.
Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 9,5 Prozent auf 2,177 Milliarden Euro. Zum Zuwachs trugen beide Geschäftsbereiche - Medizin- und Sicherheitstechnik - bei. Die Erlöse kletterten in der grösseren Medizintechnik um 12,4 Prozent auf 1,472 Milliarden Euro. Der operative Gewinn konnte sich mit 186,6 Millionen Euro mehr als verdoppeln. In der Sicherheitstechnik setzte Dräger mit 731,7 Millionen Euro 5,1 Prozent mehr um. Das EBIT verdoppelte sich auf 61,0 Millionen Euro. Dräger beschäftige Ende 2010 weltweit 11.291 Mitarbeiter./mne/stk/tw

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