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Bern (awp/sda) - Die Krankenkassen Helsana, Sanitas und KPT lassen ihre Marktmacht spielen: Gemeinsam wollen sie ab dem kommenden Jahr direkt bei den Spitälern stationäre Leistungen für die Grundversicherung einkaufen. Bisher tat dies eine santésuisse-Tochter.
Mit der Einkaufskooperation zwischen den Kassen soll der Spielraum für Wettbewerb ausgenutzt, wie die Krankenkassen Helsana, Sanitas und KPT in einer gemeinsamen Mitteilung am Montag schrieben. Ziel seien attraktivere Konditionen und tieferer Betriebsaufwand. Von beidem sollen nach Darstellung der Kassen die Kunden profitieren.
Beginnen sollen die gemeinsamen Verhandlungen auf das kommende Jahr im Hinblick auf 2012. Dieser Zeitpunkt biete sich deshalb an, weil auf 2012 die neue Spitalfinanzierung zur Anwendung komme, hiess es weiter. Die Spitäler werden neu mit Fallpauschalen abrechnen. Das sollte auch den Spitälern mehr Spielraum geben.
Die Vereinbarung für die direkten Verhandlungen schlossen Helsana und Sanitas ab. Die KPT, die mit der Sanitas fusionieren will, stösst über ein Abkommen mit Sanitas dazu. Mit 2,1 Mio Versicherten in der obligatorischen Versicherung decken die drei Unternehmen nach eigenen Angaben 28% des Marktes ab.
Das Konzept der direkten Verhandlungen ist nicht neu. Bei den Zusatzversicherungen wenden es die Kassen schon heute an. Mit dem zentralisierten Leistungseinkauf haben heute alle Versicherer in der Grundversicherung aber ungeachtet ihrer Marktposition die gleichen Konditionen. Das gleiche gilt für die Kunden.
Bei einem Einkaufsvolumen von rund 2 Mrd CHF seien die Einsparungen "nicht vernachlässigbar", wie Sanitas-Sprecherin Isabelle Vautravers auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Zwar wollte sie nicht präzisieren, wie hoch die Einsparungen sein werden, doch würden sie bei den Prämien angerechnet.
Eher zurückhaltend zur Bezifferung allfälliger Einsparungen gab sich der Sprecher des Spitalverbands H+, Reinhard Vögele. Eine Prognose will er nicht wagen. Er rechnet aber damit, dass weitere Kassen den gleichen Schritt tun werden. Es dürfte seiner Ansicht nach auch weitere Kooperationen geben, da kaum jede einzelne Kasse mit jedem einzelnen Spital verhandeln könne.
Der Krankenkassendachverband santésuisse, dessen Tochter tarifsuisse gewichtige Kunden verliert, begrüsste den Entscheid als Schritt hin zum Wettbewerb zwischen den Versicherern einerseits und den Spitälern andererseits, wie Sprecher Felix Schneuwly sagte.

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