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Basel (awp) - Der Reisedetailhändler Dufry hat im ersten Halbjahr 2010 sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn kräftig zugelegt und die Erwartungen übertroffen. Der Blick in die Zukunft bleibt zwar sehr vage, der Wachstumstrend dürfte aber zurückgekehrt sein, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Die jüngsten Projektionen zum Passagierwachstum bestätigten den positiven Ausblick für das Reisedetailhandelsgeschäft. Vorläufige Zahlen für das dritte Quartal untermauerten die Rückkehr zum Wachstum. Allerdings sei Dufry noch nicht auf Vorkrisenniveau angekommen, sagte CEO Julian Diaz in einer Telefonkonferenz.
GEWINN STEIGT KRÄFTIG
Der Umsatz zog im ersten Halbjahr um 11,7% auf 1'267,9 Mio CHF an. Der Bruttogewinn stieg um 14,5% auf 723,3 Mio CHF und das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 15,4% auf 154,3 Mio CHF. Die EBITDA-Marge lag bei 12,2 (11,8)%. Der EBIT kletterte um 28,2% auf 84,2 Mio CHF. Unter dem Strich stand ein Reingewinn vor Minderheiten von 60,7 (33,4) Mio und nach Minderheiten von 40,4 (10,4) Mio CHF. Im zweiten Halbjahr dürfte der Abschlag an die Minderheiten nochmals deutlich geringer ausfallen.
Neue Projekte trugen 5,6% zum Wachstum bei, der starke Schweizer Franken sorgte indes für einen negativen Währungseinfluss von 4,1%. Die Nettoverschuldung stieg per Ende Juni durch die ausserordentliche Ausschüttung von 158 Mio CHF im Zusammenhang mit der Fusion mit Dufry South America (DSA) auf 717 Mio CHF von 610 Mio CHF per Ende 2009.
SÜDAMERIKA WACHSTUMSTREIBER - ENTSPANNUNG IN RIO
Bei den Regionen bleibt Südamerika der klare Wachstumstreiber. Während in Europa und Afrika der Umsatz leicht zurückging, konnten die Regionen Eurasia, Mittelamerika, Nordamerika und die Karibik Zuwächse verbuchen. Südamerika liess allerdings alle Regionen mit einem Umsatzplus von fast 36% weit hinter sich. Auf Basis konstanter Wechselkurse konnten indes alle Regionen ein Umsatzwachstum vorweisen.
Beim Passagierwachstum habe sich der positive Trend seit Ende 2009 weiter fortgesetzt, wobei die Schwellenländer eine deutlichere Dynamik als die entwickelten Regionen gezeigt hätten. Insgesamt sei das internationale Passagierwachstum um 6,7% gewachsen. Einzig im April sei das Passagierwachstum durch den Vulkanausbruch in Island zeitweise rückläufig gewesen, alle anderen Monate hätten indes solide Wachstumsraten aufgewiesen.
Mit Blick auf den Rechtsstreit um Konzessionen auf dem Flughafen Rio de Janeiro sei der Einspruch von Dufry von Juni gegen die einstweilige Verfügung, nach der das Unternehmen bestimmte Gewerbeerlaubnisse für den Flughafen zurückgeben sollte, bestätigt worden. Es seien keine Schliessungen mehr verlangt, das Geschäft könne normal weitergeführt werden. Eine endgültige Entscheidung des Gerichts steht bislang aber noch aus - nach aktuellen Einschätzungen dürfte diese mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
PROJEKTPIPELINE GEFÜLLT - AKTIE STEIGT
Die Projektpipeline sei gut gefüllt, heisst es weiter. Über alle Regionen verteilt seien insgesamt mehr als 50 Projekte in der Pipeline, die zusammen eine Verkaufsfläche von mehr als 39'000 Quadratmetern umfassten. 2010 sollen 152 neue Shops eröffnet werden, so Diaz. Das Wachstum durch Expansionsprojekte soll auch in Zukunft fortgesetzt werden.
Die möglichen Wachstumsaussichten beziffert Dufry in einer Präsentation weiterhin auf ein potenzielles jährliches Wachstum bei konstanten Wechselkursen von insgesamt 26%. Dazu sollen neben dem organischen Wachstum neue Konzessionen 6% und Akquisitionen 13% beitragen. Trotz der anhaltenden Unsicherheit bezüglich der weltweiten Wirtschaftsentwicklung sei man optimistisch, da sich der Reisedetailhandel bislang als robust erwiesen habe.
Analysten sprachen durchweg von guten Zahlen, die insgesamt das Bild von einem starken organischen Umsatzwachstum bestätigten. Die Aktie steigt am späten Nachmittag in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um 2,6% auf 90 CHF.
dr/cc

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