Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

LES MUREAUX (awp international) - Beflügelt von dem grössten Einzelauftrag aller Zeiten für Airbus blickt der Mutterkonzern EADS zuversichtlich in die Zukunft. "2010 war definitiv ein Jahr des Fortschritts", sagte EADS-Chef Louis Gallois am Mittwoch bei seinem Jahresausblick in Les Mureaux (bei Paris). Wenige Stunden zuvor hatte die Konzerntochter Airbus eine Bestellung der indischen Fluggesellschaft IndiGo über 180 A320-Flugzeuge bekanntgegeben.
Die EADS-Aktie gab nach den Nachrichten einen Teil der frühen Kursgewinne ab. Am frühen Nachmittag notierte sie in Paris mit 1,84 Prozent im Plus bei 20,44 Euro und entwickelte sich damit wie der freundliche Gesamtmarkt.
REKORDAUFTRAG
Es handele sich um den grössten Einzelauftrag für Passagierjets in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt, sagte Gallois. Der Auftragswert beläuft sich nach Listenpreis auf 15,6 Milliarden US-Dollar. Üblich sind bei Flugzeugbestellungen allerdings Rabatte in prozentual zweistelliger Höhe.
"Es ist der Deal des Jahres, schöner kann man das Jahr gar nicht einleiten", sagte Gallois. Die Krise im Flugzeugbau sei zwar noch nicht überwunden, doch sei das Geschäft mittlerweile wieder stärker angelaufen als erwartet. Airbus habe 2010 mehr als 500 Flugzeuge ausgeliefert und auch mehr als 500 Bestellungen verbucht.
MEHR ALS 500 MASCHINEN AUSGELIEFERT
Die grösste Konzerntochter, die rund 70 Prozent zum Umsatz beiträgt, hat 2010 damit mehr Flugzeuge ausgeliefert als US-Rivale Boeing . Der US-Flugzeugbauer lieferte 462 Flugzeuge aus (2009: 481) und verbuchte Aufträge über 530 Maschinen. Airbus will exakte Zahlen erst am 17. Januar veröffentlichen. Boeing erzielte 2010 unterm Strich Aufträge über 530 Maschinen.
Die Rentabilität von Airbus werde mittelfristig erheblich steigen, die Sparprogramme zeigen laut Gallois Wirkung. Dennoch müsste EADS im zweiten Jahrzehnt seines Bestehens aber weiter Kosten reduzieren und sich international weiter besser aufstellen. Vor allem die Schwellenländer bildeten dabei einen neuen Schwerpunkt.
A380 "AUS DEM GRÖBSTEN RAUS"
Die Probleme beim Trent-900-Triebwerk von Rolls Royce hätten dem Mega-Airbus A380 nicht geschadet - der Gigant der Lüfte sei "das Flaggschiff des 21. Jahrhunderts". Die Schwierigkeiten in der Produktion seien gelöst: "Wir sind nun aus dem Gröbsten raus", sagte Gallois. Im laufenden Jahr sollten pro Monat zwei Maschinen des Typs ausgeliefert werden.
Bei dem von zahlreichen Geburtswehen begleiteten Militärtransporter A440M gehe es gut voran, die Produktion starte nun. Der Hightech-Flieger A350 sei technologisch nach wie vor eine Herausforderung, schreite aber ebenfalls voran. Der Helikopter-Hersteller Eurocopter befinde sich noch in der Krise, vor allem im Segment der leichten und mittleren Hubschrauber.
RÜSTUNG UNTER DRUCK
Probleme gebe es im Militärbereich vor allem durch die drastischen Kürzungen der Rüstungsbudgets. Sie sollen kompensiert werden durch Aufträge aus den Schwellenländern. Der IndiGo-Auftrag sei dafür ein gutes Beispiel, erklärte Gallois./rek/DP/stw/tw

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???