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ATHEN (awp international) - Die Finanzkrise und das harte Sparprogramm der Regierung treiben die Arbeitslosigkeit in Griechenland nach oben. Die Arbeitslosenquote stieg im Mai auf 12 Prozent. Das gab das griechische Statistische Amt am Donnerstag bekannt. Im Vormonat hatte sie 11,9 Prozent betragen, im Mai vergangenen Jahres nur 8,5 Prozent. Insgesamt seien mehr als 600.000 Menschen arbeitslos gewesen. Die Tendenz sei nach einer Studie der Gewerkschaft des privaten Sektors "besorgniserregend". Bis zum Jahresende könnte es in Griechenland 20 Prozent Arbeitslose geben, hiess es. Am schlimmsten betroffen seien junge Menschen. Das Einkommen der Griechen könnte bald auf das Niveau von 1984 zurückfallen, befürchtet der grösste griechische Gewerkschaftsverband.
Nach Angaben des Händlerverbandes Griechenlands sind diese Entwicklungen Folge der wiederholten Erhöhungen der indirekten Steuern und der Erhöhung der Mehrwertsteuern von 19 Prozent auf inzwischen 23 Prozent sowie der Kürzungen der Gehälter, der Pensionen und Renten um fast 20 Prozent. Hintergrund ist der geplante Schuldenabbau durch die griechische Regierung, der durch Sparbemühungen und höhere Steuereinnahmen erreicht werden soll. Das Land musste im Frühjahr durch ein Rettungspaket von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) vor dem Staatsbankrott bewahrt werden.
Die Griechen kauften aus diesen Gründen dieses Jahr etwa 20 Prozent weniger Schuhe als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auch die Käufe von Kleidung ging in der gleichen Grössenordnung zurück. Im Bereich Haushaltsgeräte war der Konsum um etwa zehn Prozent rückläufig./tt/DP/jsl

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