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BERLIN (awp international) - Die deutsche Bauwirtschaft blickt verhalten ins Jahr. Beim Umsatz im Hoch- und Tiefbau zeichne sich 2011 ein leichtes Wachstum um 1,1 Prozent auf 82,65 Milliarden Euro ab, teilte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) am Mittwoch in Berlin mit. Die Beschäftigtenzahl im Bauhauptgewerbe dürfte mit 710.000 stabil bleiben (minus 0,5 Prozent). "Der Umsatzrückgang im öffentlichen Bau wird durch die erwarteten Steigerungen beim Wohnungsbau und Wirtschaftsbau kompensiert", sagte ZDB-Präsident Hans-Hartwig Loewenstein. Auch 2010 war der Wohnungsbau mit 5,7 Prozent Umsatzplus das Zugpferd. Unter dem Strich wirkte - mit einem Umsatzminus von voraussichtlich 0,6 Prozent - aber noch die Wirtschaftskrise nach.
Je nach Sparte entwickelt sich die Auftragslage unterschiedlich. Im Wirtschaftsbau stieg der Ordereingang im vergangenen Jahr um sieben Prozent. Der öffentliche Bau zehre nach dem Wintereinbruch noch von hohen Beständen, es gebe aber vorerst wenig Nachschub, erläuterte der ZDB. Im Wohnungsbau wiesen die Order auf einen weiteren Produktionsanstieg hin.
In der gesamten Branche - Bauhauptgewerbe und Ausbaugewerbe - erhöhten sich die Investitionen 2010 um 2,8 Prozent. Es profitierten jedoch nur die Ausbaufirmen, was auf einen Trend zu energetischer Sanierung und die staatlichen Konjunkturprogramme zurückzuführen sei. Angesichts erheblicher Winterschäden an Deutschlands Strassen forderte der ZDB höhere öffentliche Investitionen. "Wir fahren unsere Infrastruktur seit Jahren auf Verschleiss", sagte Loewenstein.
Der ZDB-Präsident kritisierte EU-Richtlinien zur Arbeitnehmerfreizügigkeit, die vom 1. Mai an auch für viele mittel- und osteuropäischen EU-Staaten gelten. Er fürchte einen Ansturm von Bauarbeitern aus diesen Ländern auf den deutschen Arbeitsmarkt, der zu Preisdumping und dem Verlust von Arbeitsplätzen führe. "Für unsere inländischen mittelständischen Baubetriebe werden sich die Wettbewerbsbedingungen erneut verschlechtern."/hsk/DP/jkr

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