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ECONOMICS/DE: Finanzsystem laut Bundesbank stabilisiert - Risiken bleiben

Dieser Inhalt wurde am 25. November 2009 - 13:10 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Das deutsche Finanzsystem hat sich nach Einschätzung der Bundesbank im laufenden Jahr trotz bestehender Risiken stabilisiert. Die deutschen Banken hätten ihre Bilanzsummen spürbar konsolidiert und die Eigenkapitalausstattung verbessert, heisst es im neuen Finanzmarktstabilitätsbericht vom Mittwoch. Zudem seien die Voraussetzungen zur Bewältigung der Finanzkrise vergleichsweise günstig. Als Grund wird die nur moderate Verschuldung der Unternehmen und privaten Haushalte in Deutschland genannt.
"Dennoch sieht sich das deutsche Finanzsystem weiterhin beträchtlichen Herausforderungen gegenüber", warnt die Bundesbank. Zwar dürften die Verluste aus forderungsbesicherten Wertpapieren - ein Brandherd der Finanzkrise - ihren Höhepunkt überschritten haben. Bei herkömmlichen Buchkrediten als Kerngeschäft der Banken bestehe aber noch ein erheblicher Wertberichtigungsbedarf. Obgleich dieser von der Konjunkturentwicklung abhänge, dürfte er sich zwischen 50 und 75 Milliarden Euro bewegen, schätzt die Bundesbank.
"Das deutsche Bankensystem sollte die gegenwärtig günstige Phase nutzen, um weitere Risikovorsorge zu treffen und die Kapitalpolster aufzustocken", forderte Vorstandsmitglied Hans-Helmut Kotz. Zur Vorbeugung künftiger Krisen spricht sich die Bundesbank zudem dafür aus, bereits diskutierte Reformen sobald als möglich umzusetzen. So sollten Schwachstellen im Regulierungswerk behoben und die Widerstandsfähigkeit der Marktteilnehmer gestärkt werden. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Kapital- und Liquiditätspuffer, mit denen Krisen abgewettert werden, künftig angemessen sind", sagte Kotz./bf/stb

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