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ECONOMICS/DE: Gesamtproduktion zieht im August spürbar an

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 12:10 publiziert

BERLIN (awp international) - Nach mehreren Monaten mit robusten Auftragsdaten zeigt auch die deutsche Gesamtproduktion Anzeichen einer Belebung. Die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes sei im August preis- und saisonbereinigt um 1,7 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Allerdings wurde der Vormonatswert nach unten revidiert: Anstatt eines Produktionsrückgangs um 0,9 Prozent meldet das Ministerium nun ein Minus von 1,1 Prozent.
"Die aktuellen Ergebnisse sind durch einen Ferientage-Effekt leicht überzeichnet", relativiert das Wirtschaftsministerium die August-Daten. Gleichwohl sei für das gesamte dritte Quartal mit einer "spürbaren" Erhöhung der Industrieproduktion zu rechnen. Impulse kämen nun auch aus dem Baugewerbe, in dem die konjunkturellen Massnahmen zunehmend Wirkung zeigten.
Die aktuellen Zahlen belegen dies: So zog die Bauproduktion im August kräftig um 4,2 Prozent an. Auch der wichtige Industriesektor weitete seine Produktion spürbar um 2,0 Prozent aus, während die Energieerzeugung das Gesamtergebnis mit einem Minus von 2,6 Prozent dämpfte. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen legte die Produktion von Vorleistungsgütern mit plus 3,4 Prozent am deutlichsten zu, gefolgt von den Investitionsgütern (plus 1,5 Prozent). Die Produktion von Konsumgütern stagnierte indes (plus 0,1 Prozent).
Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Juli/August gegenüber Mai/Juni) legte die Gesamtproduktion jedoch nur leicht um 0,2 Prozent zu. Im Jahresvergleich war die Produktion weiter rückläufig. Sie sank im August um 16,8 Prozent, nach minus 17,0 Prozent im Vormonat. Im Zweimonatsvergleich (Juli/August) ging die Produktion um 16,9 Prozent zurück.
/bf/jha/
Die Entwicklung im Überblick

Gesamtproduktion

August Prognose Vormonat
Monatsvergleich +1,7 +1,7 -1,1r
Jahresvergleich -16,8 -17,5 -17,0
(bereinigt)

(r=revidiert; in Prozent)

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