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(Mit weiteren Angaben)
MÜNCHEN (awp international) - Damit hatten viele Volkswirte trotz des aktuellen deutschen Wirtschaftsbooms nicht gerechnet: Das wichtigste Stimmungsbarometer für die heimische Wirtschaft ist im September weiter gestiegen. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte überraschend von 106,7 Punkten im Vormonat auf 106,8 Punkte, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten indes mit einem leichten Rückgang auf 106,4 Punkte gerechnet. "Das konjunkturelle Hoch hält an", kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Umfrageergebnisse.
Im Einzelhandel werde die Lage sogar besser eingeschätzt als je zuvor seit dem Vereinigungsboom, sagte Sinn. Zudem blickten die Einzelhändler unverändert zuversichtlich auf die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr. Die Grosshändler seien etwas weniger zuversichtlich, würden aber sowohl ihre Lage als auch die Perspektiven für die nahe Zukunft weiterhin als gut einschätzen. Im verarbeitenden Gewerbe würden die Firmen weiterhin gute Exportchancen sehen, rechneten aber nicht mehr mit dem hohen Expansionstempo der vergangenen Monate.
Der bereits vierte Anstieg des Gesamt-Index in Folge ist laut der Helaba vor allem auf die sehr starke Lagebeurteilung der Unternehmen zurückzuführen. Die Geschäftserwartungen seien hingegen gesunken und deuteten so auf eine verlangsamte wirtschaftliche Erholung hin. Laut der DekaBank dürfte mit dem neuerlichen Anstieg der Höhepunkt beim Index erreicht sein. Darauf deute der zweite Rückgang der Erwartungen in Folge hin, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. Es sei aber normal, dass die deutsche Wirtschaft nach dem Rekordwachstum im zweiten Quartal nun einen Gang zurückschalte. Zwar geht auch die Postbank von Verlangsamung des Wachstums aus, rechnet nach den Ifo-Daten aber für das dritte Quartal noch mit einem ordentlichem Wachstum für die deutsche Wirtschaft.
Die Erwartungshaltung trübte sich insgesamt von 105,2 Punkten im Vormonat auf 103,9 Punkte ein. Erwartet wurde ein etwas kräftigerer Rückgang auf 103,7 Punkte. Die Lagekomponente stieg deutlich von 108,2 Punkten im Vormonat auf 109,7 Punkte. Markterwartungen von 108,9 Punkten wurden damit deutlich übertroffen.
Die überraschende Nachricht beflügelte, zumindest kurzfristig, die Märkte. Der Euro kletterte auf ein Tageshoch, der deutsche Aktien-Leitindex Dax drehte aus der Verlustzone ins Plus, während der Euro-Bund-Future in die Verlustzone abrutschte. Auch der europäische EuroStoxx 50 konnte nach den Ifo-Daten zumindest sein Minus reduzieren.
Das Ifo-Geschäftsklima ist das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage bei rund 7.000 Unternehmen./stb/jha/

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