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MÜNCHEN (awp international) - Besser hätte das neue Jahr für die deutsche Wirtschaft kaum beginnen können: Die Stimmung in den Betrieben hat sich im Januar nochmals überraschend aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sei von 109,8 Punkten im Vormonat auf 110,3 Punkte gestiegen, teilte das Ifo-Institut am Freitag in München mit. Dies ist ein neuer Rekord seit der Wiedervereinigung. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten lediglich mit 109,7 Punkten gerechnet. Auch in den Vormonaten war die erwartete Stimmungseintrübung bereits regelmässig ausgeblieben.
"Die deutsche Wirtschaft startet schwungvoll ins neue Jahr", kommentierte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn die neuen Umfrageergebnisse. "Das Geschäftsklima knüpft an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an." Vor allem die Erwartungen der Unternehmen beflügelten den Indikator. So legte die Erwartungskomponente im Januar von 106,8 Punkten im Vormonat auf nun 107,8 Punkte zu. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang auf 106,1 Punkte prognostiziert. Die Lagebeurteilung trübte sich indes von 112,9 Punkten auf 112,8 Zähler minimal ein. Hier hatten von dpa-AFX befragte Volkswirte eine leichte Aufhellung erwartet.
DEUTSCHE WIRTSCHAFT WEITER AUF EXPANSIONSKURS
Die deutsche Wirtschaft befinde sich auch zu Beginn des neuen Jahres weiter auf Expansionskurs, betonen auch die Volkswirte der Heleba in einer Studie. "Diese Entwicklung verdeutlicht abermals die konjunkturellen Ungleichgewichte, die innerhalb der Eurozone vorherrschen", schrieben die Experten. Während die deutsche Wirtschaft kräftig wächst befinden sich andere Länder noch in der Rezession.
Nach Einschätzung der DekaBank gewinnt der deutsche Aufschwung weiter an Breite. "Der auf ein neues Rekordhoch gestiegene Ifo-Geschäftsklimaindex wird nicht nur durch gestiegene Exporterwartungen getrieben", sagte DekaBank-Volkswirt Andreas Scheuerle. "Angesichts der hohen Kapazitätsauslastung nehmen jetzt auch die Investitionen zu." Dies werde den privaten Konsum beflügeln. Zudem seien die steigenden deutschen Importe ein Segen für die Randländer der Eurozone. Der Konsolidierungs- und Reformprozess dort könne so abgefedert werden.
NIEDRIGE LEITZINSEN BEFLÜGELN
Die Commerzbank führt als einen wichtigen Grund für den neuen Ifo-Rekordwert die niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) an. "Das Ifo-Geschäftsklima sollte sich länger als üblich in den luftigen Höhen halten, weil die EZB ihren Leitzins wegen der darbenden Peripherieländer ungewöhnlich lange niedrig halten wird", schreibt Chefvolkswirt Jörg Krämer in einer Analyse. Die hohen Ifo-Werte legten den Schluss nahe, dass die deutsche Wirtschaft auch im ersten Quartal kräftig wachsen werde.
Die leicht eingetrübte Lagebeurteilung der deutschen Wirtschaft deutet aus Sicht der Landesbank Baden-Württemberg zwar auf ein etwas verlangsamtes Wirtschaftswachstum in den kommenden Quartalen hin. Die Ausgangsposition sei aber insgesamt sehr gut. Dass die Finanzmärkte auf den neuen Rekord-Geschäftsklimaindex kaum noch reagiert hätten, liege an anderen Themen, die die deutsche Konjunktur in den Hintergrund gedrängt hätten. Diese seien etwa die Schuldenkrise in Europa, Inflationsgefahren sowie Chinas Wachstumspolitik. Der Dax zog nach den Ifo-Daten kaum an. Auch der Euro hielt sich stabil über der 1,35-Dollar-Marke.
Das Ifo-Geschäftsklima ist das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Wirtschaft. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage bei rund 7.000 Unternehmen.
ajx/jha/

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