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WIESBADEN (awp international) - Die kräftige Erholung der deutschen Konjunktur hat im vergangenen Jahr zum stärksten Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung geführt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei 2010 um 3,6 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten diesen Anstieg erwartet. Im Krisenjahr 2009 war die deutsche Wirtschaft noch um 4,7 Prozent eingebrochen und hatte den stärksten Rückgang seit dem zweiten Weltkrieg verzeichnet.
Die deutsche Wirtschaft habe mit einen "rasanten Aufschwung" aus der der Krise herausgefunden, sagte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes. Insbesondere die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen hätten mit hohen Wachstumsraten zum Aufschwung beigetragen. "2010 war durch Aufholeffekte nach der schweren Krise geprägt", sagte Egeler weiter.
WINTER BREMST Q4-WACHSTUM
In einer ersten Stellungnahme äusserte sich der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, positiv zu den Wachstumszahlen. "Für das Jahr 2011 bleiben wir mit einem erwarteten Plus von 3,0 Prozent optimistischer als die meisten Volkswirte." Diese Prognose basiere allerdings auf der Annahme, dass die Regierungen im Euroraum eine gemeinsame Anleihe beschliessen würden, wenn die Staatsschuldenkrise zu eskalieren drohe.
Im vierten Quartal 2010 sei die deutsche Wirtschaft nach einer ersten Einschätzung des Statistischen Bundesamtes saisonbereinigt um 0,5 Prozent zum Vorquartal gewachsen, sagte der Abteilungsleiter im Statistischen Bundesamt Norbert Räth. Im Jahresvergleich sei von einem Zuwachs von etwa vier Prozent auszugehen. Der überraschend harte Winter habe sich dabei bremsend auf die Wirtschaft ausgewirkt, sagte Abteilungsleiter Räth ohne konkrete Zahlen zu nennen. "Der Wintereinbruch wird aber das Wachstum im Schlussquartal etwas gebremst haben."
ÖFFENTLICHE HAUSHALTE
Allerdings habe die Krise weiterhin Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte, sagte Destatis-Präsident Egeler. Im vergangenen Jahr lag das Defizit laut Statistischem Bundesamt bei 88,57 Milliarden Euro nach 72,91 Milliarden Euro 2009. Die Defizitquote habe damit im vergangenen Jahr bei 3,5 Prozent gelegen. Damit wurde erstmals die Maastricht-Regel seit fünf Jahren wieder übertroffen.
Auch nach dem starken Wachstum 2010 ist der Einbruch im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise laut Bundesamt noch nicht vollständig ausgeglichen. Es fehlen noch 1,3 Prozentpunkte um das Niveau 2008 zu erreichen, sagte Abteilungsleiter Räth. Immerhin seien nun etwa 75 Prozent des Einbruchs aufgeholt. Mit Blick auf die aktuelle Wachstumsdynamik der deutschen Wirtschaft dürfte der Einbruch nach Einschätzung des Bundesamtes im Jahr 2011 aufgeholt sein./jkr/bgf

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