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MANNHEIM (awp international) - Die Konjunkturzuversicht deutscher Finanzexperten hat sich im August überraschend eingetrübt. Die ZEW-Konjunkturerwartungen seien um 7,2 Punkte auf 14,0 Zähler zurückgegangen, teilte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mit. Von dpa-AFX befragte Volkswirte hatten indes mit einem leichten Anstieg von 21,2 Punkten im Vormonat auf 21,9 Zähler gerechnet. Experten begründeten die Stimmungseintrübung in erster Linie mit einer Abschwächung der Weltkonjunktur. Das sehr hohe Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal dürfte damit kaum zu halten sein.
Im Gegensatz zu den Erwartungen hellte sich die konjunkturelle Lage weiter und zudem sehr kräftig auf: Der entsprechende Index stieg um 29,7 Punkte auf 44,3 Punkte. Auch das ZEW begründete den Stimmungsrückgang mit dem starken Wachstum der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal von 2,2 Prozent, das im Jahresverlauf nicht aufrecht zu erhalten sei. "Vor dem Hintergrund der schwächelnden internationalen Konjunkturentwicklung ist den Finanzmarktexperten die Wachstumseuphorie einzelner Branchen offensichtlich nicht ganz geheuer", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Analysten argumentierten ähnlich wie das ZEW: "Die deutsche Wirtschaft boomt, und immer weniger glauben, dass das zuletzt vorgelegte Tempo gehalten werden kann", heisst es in einer Studie der Commerzbank. Entsprechend vorsichtiger seien die befragten Analysten auch mit ihren Konjunktureinschätzungen. Risiken sehen Experten vor allem in der der globalen Wirtschaft, insbesondere aus den USA und Asien. Nicht zuletzt die schwächelnde US-Wirtschaft stelle eine Gefahr für die exportorientierte deutsche Wirtschaft dar, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle.
In der Eurozone stellte sich das Bild etwas anders als in Deutschland dar: So stiegen die Konjunkturerwartungen für den Währungsraum um 5,1 Punkte auf 15,8 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage verbessert sich um 13,5 Punkte auf minus 13,0 Punkte. Die Finanzmärkte reagierten negativ auf die Stimmungseintrübung in Deutschland, allerdings nur kurzzeitig. Sowohl der Euro als auch die deutschen Aktien konnten zeitweise Verluste schnell überkompensieren. Auch die Renditen am Rentenmarkt gingen nur zeitweise in die Knie./bgf/jsl

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