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DÜSSELDORF (awp international) - Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bewertet knapp die Hälfte der 28.000 befragten Unternehmen die steigenden Energie- und Rohstoffpreise als grösstes Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Unter den Industriebetrieben, die als Taktgeber der deutschen Wirtschaft gelten, würden drei Viertel die steigenden Preise als Risiko Nummer eins nennen, berichtet das "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) dem die Umfrage vorliegt.
"Die Preissprünge verhindern eine noch bessere Konjunkturentwicklung", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Die Rohstoffrechnung für die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr um mehr als 40 Milliarden Euro höher ausfallen als noch 2009 ? das sei ein Anstieg um mehr als 40 Prozent. "Nur einen Teil davon können die Unternehmen an die Verbraucher weitergeben", schätzte Wansleben. Den Rest müssten sie aus ihren Gewinnen bestreiten.
Die komplette Palette der Rohstoffe sei von den Preisanstiegen betroffen und damit Unternehmen verschiedenster Branchen. Mit 92 Prozent sei der Anteil der Unternehmen, die in den Energie-und Rohstoffpreisen das bedrohlichste Konjunkturrisiko sehen, in der Nahrungsmittelindustrie am höchsten. Sie seien laut DIHK unter anderem damit konfrontiert, dass Kaffee zu Jahresbeginn 2011 um mehr als 90 Prozent teurer war als zwei Jahre zuvor.
"Binnenbranchen haben angesichts des äusserst preisbewussten deutschen Konsumenten kaum Überwälzungsspielräume", sagte Wansleben. Hier gehe die Preissteigerung im Moment "voll zulasten der ohnehin knappen Margen". Im technologiegetriebenen Exportgeschäft seien die Spielräume für die Weitergabe der steigenden Preise offenbar grösser: So betrachte im Maschinenbau mit 60 Prozent ein deutlich kleinerer Anteil der Firmen die Preissteigerungen als grösstes Risiko für ihr Unternehmen./stb/he

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