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ECONOMICS/DE:DIW-Prognose: Wachstum in Deutschland halbiert sich 2012 (AF)

BERLIN (awp international) - Ein weiteres starkes Jahr, dann deutliche Abkühlung: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet 2011 für Deutschland 2,7 Prozent mehr Wirtschaftsleistung. 2012 werde sich das Wachstum jedoch auf 1,4 Prozent halbieren, so die am Dienstag veröffentlichte DIW-Prognose. Zur Begründung hiess es, dass die Exporte und Importe im kommenden Jahr "in etwa mit dem gleichen Tempo wachsen, so dass vom Aussenhandel keine nennenswerten Wachstumsbeiträge zu erwarten sind".
Die Berliner Konjunkturexperten sind damit pessimistischer als die anderen grossen Forschungsinstitute, die in ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung vergangene Woche 2,8 Prozent Wachstum für 2011 und 2,0 Prozent für 2012 vorhergesagt hatten.
"Der Aufschwung büsst zwar an Schwung ein, steht aber auf einer soliden Grundlage", stellte der DIW-Leiter Konjunkturpolitik, Ferdinand Fichtner, in Berlin fest. "Vor allem die inländische Nachfrage trägt mehr und mehr zum Wachstum bei."
Das DIW rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang der durchschnittlichen Arbeitslosenzahl um knapp 200.000 auf 3,05 Millionen. Das entspräche einer Quote von 7,2 Prozent nach 7,7 Prozent 2010.
Bei erwarteten Lohnsteigerungen von bis zu drei Prozent wachse im kommenden Jahr das Risiko einer Lohn-Preis-Spirale. Dennoch dürfte die Inflationsrate nach 2,2 Prozent in diesem auf 2,0 Prozent im nächsten Jahr zurückgehen, "sofern sich die Spannungen auf den Rohstoffmärkten nicht merklich verschärfen", heisst es in der DIW-Analyse.
Die gute Konjunktur werde die Lage der öffentlichen Finanzen verbessern. Das staatliche Defizit dürfte von 3,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2010 auf 2,1 Prozent 2011 und 1,7 Prozent 2012 sinken, schätzt das DIW. Als Obergrenze sieht der EU-Vertrag von Maastricht 3,0 Prozent vor./brd/DP/bgf

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