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STUTTGART (awp international) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich für eine Begrenzung des deutschen Wirtschaftswachstums ausgesprochen. Die reichen Länder sollten nicht immer mehr Wohlstand ansammeln, sagte Schäuble am Dienstag nach der Eröffnung der 11. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in der Stuttgarter Stiftskirche: "So sehr wir uns für die Beseitigung des Hungers überall in der Welt einsetzen müssen, so sehr sollten wir uns in unseren eigenen westlichen Ländern für eine Begrenzung des Wirtschaftswachstums einsetzen."
Aus Schäubles Sicht darf sich Deutschland nicht die hohen Wachstumsraten von Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien zum Vorbild nehmen. Denn Deutschland habe bereits einen erheblichen Wohlstand für einen grossen Teil der Bevölkerung erwirtschaftet. "Das sollten wir akzeptieren. Es gibt viele andere Bereiche in unseren Gesellschaften, die wir verbessern können und sollen", sagte Schäuble in seiner auf Englisch gehaltenen Rede.
Schäuble verwies auf das Motto der LWB-Vollversammlung "Unser tägliches Brot gib uns heute". Diese Bitte aus dem "Vater-unser- Gebet" rufe dazu auf, "Grenzen des Wachstums, Grenzen des Ansammelns von Wohlstand zu akzeptieren. Das ist etwas, was wir nicht gern tun; wir Menschen haben eher die Neigung, Grenzen zu überschreiten. Dennoch brauchen wir sie. Das trifft auf unseren Hunger nach politischer Macht ebenso zu wie auf unseren Wunsch, reich zu werden."
Der Lutherische Weltbund berät bis zum 27. Juli in Stuttgart über den Kampf gegen Armut, Hunger und Aids. Die 418 Delegierten aus 79 Ländern vertreten 70 Millionen evangelische Christen in 140 Mitgliedskirchen. Mit einem Gottesdienst in der Stiftskirche wurde das Treffen, dass alle sechs Jahre stattfindet, eröffnet./bl/DP/bgf

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