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WIESBADEN (awp international) - Die Einfuhrpreise für Energie und Nahrung sind zum Jahresende 2010 stark gestiegen und haben die Jahresteuerung bei importierten Gütern auf den höchsten Stand seit 1981 getrieben. Die Einfuhrpreise lagen im Dezember 2010 um 12 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber November 2010 stiegen die Einfuhrpreise um 2,3 Prozent.
Energie war im Dezember um mehr als ein Drittel (34,2 Prozent) teurer als ein Jahr zuvor. Zu den Preistreibern zählte unter den übrigen Rohstoffen auch Eisenerz, das 98,4 Prozent mehr kostete als im Dezember 2009.
Im Nahrungsmittelsektor kletterten die Importpreise vor allem bei Rohkaffee (65,1 Prozent), Getreide (56,7 Prozent) und Rindfleisch (12,1 Prozent).
Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Importpreise gegenüber 2009 um 7,8 Prozent und damit so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Steigende Einfuhrpreise könnten auch beim Endverbraucher für höhere Ausgaben sorgen: Unternehmen und Handel geben höhere Rohstoffpreise zumindest teilweise an die Verbraucher weiter.
Auch bei den Exportgütern nahm der Preisauftrieb zu. Hier stiegen die Preise im Dezember im Jahresvergleich um 5,2 Prozent und im Monatsvergleich um 0,8 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2010 erhöhte sich das Preisniveau um 7,8 Prozent. Auch dies ist der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2000./hqs/DP/jkr
Unicredit-Analyst Andreas Rees ist überzeugt, dass der Inflationsdruck in Deutschland steigt. Zum einen seien die Rohstoffpreise zuletzt kräftig gestiegen. "Das trifft nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Nahrung und Energie, auch die Preise von Rohstoffen, die die Industrie braucht, stiegen entscheidend an." Zum anderen habe die Entwicklung des Eurokurses eine wichtige Rolle gespielt, da Rohstoffe üblicherweise in Dollar gehandelt würden: "Im Dezember 2009 kostet ein Euro 1,45 US-Dollar; ein Jahr später kostete er nur noch 1,32 Dollar und damit neun Prozent weniger."

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