Navigation

ECONOMICS/EZB-Ratsmitglied Nowotny: Keine Inflationsrisiken durch Anleihenkauf

Dieser Inhalt wurde am 11. Mai 2010 - 09:13 publiziert

WIEN (awp international) - Das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Ewald Nowotny, sieht durch den angekündigten Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbank keine Inflationsgefahr für die Eurozone. Er sehe "auf keinen Fall" die Gefahr, dass die Teuerung in der Eurozone ausser Kontrolle geraten könne, sagte Österreichs Notenbankchef am Dienstag und damit einen Tag nach der bisher grössten Rettungsaktion für den Euro in einem Radiointerview mit dem ORF. Der Kauf der Anleihen führe nicht unmittelbar zu höheren Ausgaben. Und die Inflation würde nur steigen, "wenn wir die Geldmenge nicht unter Kontrolle hätten".
Den Tabubruch der EZB, nun Staatsanleihen notleidender Euro-Staaten zu kaufen, sieht Nowotny betont gelassen. Die EZB habe weiterhin alle Instrumente, um eine Inflationsrate um durchschnittlich 1,9 Prozent zu gewährleisten. Nowotny zeigte sich vielmehr besorgt über die geringe Nachfrage in Europa. Die schwache Konjunktur und der drohende weitere Anstieg der bereits hohen Arbeitslosigkeit seien viel gefährlicher, ist Nowotny überzeugt.
Ausserdem sah das Notenbankmitglied im aktuellen Kursrückgang des Euro keinen Grund zur Besorgnis. Die deutlichen Kursgewinne auf den Aktienmärkten und der deutliche Rückgang der Risikoaufschläge bei Anleihen der PIGS-Staaten (Portugal, Irland, Griechenland und Spanien) ist für Nowotny vielmehr der Beweis dafür, "dass es gelungen ist, die Spekulation massiv einzubremsen"./jkr/jha/

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?