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DETROIT (awp international) - Die US-Amerikaner haben im Juni ein wenig die Lust am Autokaufen verloren. Wieder aufgeflammte Sorgen über die wirtschaftliche Zukunft drückten auf die Stimmung. Die Hersteller schlugen zwar mehr Autos los als im Krisenjahr 2009. Doch von den glänzenden Geschäften der Vormonate konnten sie nur träumen. Die deutschen Autobauer stehen dabei noch vergleichsweise gut da.
Insgesamt 983 000 Neuwagen fuhren nach Berechnungen des Branchenblattes "Automotive News" im Juni von den Höfen der amerikanischen Händler. Das sind 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Mai, dem bisher stärksten Monat des Jahres, hatte die Branche allerdings noch rund 1,1 Millionen Autos unters Volk gebracht.
Die Kunden seien im Juni branchenweit zurückhaltender gewesen, stellte am Donnerstag auch der US-Statthalter von VW, Mark Barnes fest. Volkswagen ist der einzige deutsche Massenhersteller in den Vereinigten Staaten und bekam die Zukunftsängste der amerikanischen Mittelschicht direkt zu spüren. Von der Stammmarke verkauften die Wolfsburger weniger Wagen als im März, April oder Mai.
Die Premiumtochter Audi konnte ebenfalls nicht an die ausgezeichneten Ergebnisse der Vormonate anknüpfen, wenngleich sie wie die Mutter mehr Wagen losschlug als im krisengezeichneten Vorjahresmonat. Dem Rivalen Mercedes erging es ähnlich. Verglichen mit den meisten amerikanischen oder asiatischen Konkurrenten hielten sich die deutschen Premiumhersteller aber wacker.
BMW konnte sogar gegenüber Mai mehr Autos verkaufen, wobei der Monat aussergewöhnlich schwach für die Bayern gelaufen war, weil die alte 5-er Serie auslief. Der Nachfolger verkaufte sich im Juni dafür umso besser. Porsche startete nach trüben Vormonaten wieder durch und verkaufte mehr als doppelt so viele Autos wie im Juni 2009. Der Renner war hier die Limousine Panamera.
Auf dem Gesamtmarkt spielen die Deutschen mit ihren Stückzahlen von unter 10 000 bis knapp über 20 000 aber nur eine untergeordnete Rolle. Den Kuchen teilen sich die "Big Three" der US-Autoindustrie mit den Japanern und Südkoreanern.
Die Nummer eins der USA, General Motors (GM), verkaufte im Juni gut 195 000 Autos in der Heimat, Ford fast 176 000 und Toyota nach seiner Pannenserie immerhin knapp 141 000 Fahrzeuge. Chrysler kam auf mehr als 92 000 Wagen, was das Unternehmen angesichts der Beinahe- Pleite vor einem Jahr als grossen Erfolg feierte. Vor allem die bulligen Limousinen und Coupés der Marke Dogde fanden ihre Fans.
An die guten Zahlen vom Mai kamen die Schwergewichte aber bei weitem nicht heran. Damals waren es vor allem die Firmenkunden gewesen, die ihre Flotten nach der Krise wieder aufrüsteten. So verkauften sich die als Arbeitsfahrzeuge beliebten Pick-up-Trucks deutlich besser. Der US-Vertriebschef von GM, Don Johnson, sprach auch jetzt noch von einer starken Nachfrage nach den Wagen mit ihrer grossen Ladefläche.
Nachdem die Benzinpreise während der Rezession gefallen waren, greifen viele Amerikaner ohnehin wieder gerne zu spritschluckenden Geländewagen oder Strassenkreuzern. Kompakt- oder gar Kleinwagen lassen sich fast nur in den Grossstädten an der Küste unters Volk bringen. Das bekam in den vergangenen Monaten vor allem Smart zu spüren. Im Juni wurde der Mutterkonzern Daimler gerade mal 577 der Zweisitzer in dem Riesenland los./das/DP/fn

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