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WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank (Fed) hat eine Fortsetzung ihrer expansiven Geldpolitik signalisiert. Die Erholung der Wirtschaft sei zu zögerlich und Inflationsgefahren nicht in Sicht, begründete die Fed in ihrem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar ihre Leitzinsentscheidung. Erstmals seit 2009 gab es keine Gegenstimme. Das Ankaufprogramm für Staatsanleihen und der rekordtiefe Leitzins wurden nicht angetastet.
Die konjunkturelle Erholung setze sich zwar fort, sie sei aber zu schwach, um die Arbeitslosigkeit "signifikant" zu reduzieren, schreibt die Fed. In ihrem Kommentar im Dezember hatte sie das Wort signifikant noch nicht verwendet. Ansonsten änderte sie ihren Kommentar jedoch kaum. Die Arbeitgeber blieben bei Neueinstellungen zurückhaltend.
INFLATIONSERWARTUNGEN STABIL
Inflationsgefahren sieht die Fed nicht: "Die langfristigen Inflationserwartungen sind stabil." Es gebe zudem Anzeichen, dass die Kerninflationsrate (ohne Energie und Lebensmittel) weiter nach unten tendiere. Die Kerninflationsrate sei mit Blick auf das zweifache Mandat der US-Notenbank etwas zu niedrig. Der geldpolitische Ausschuss (FOMC) erwarte zwar eine schrittweise Rückkehr zu einer höheren Kapazitätsauslastung in einem Umfeld von Preisstabilität, das Erholungstempo sei aber "enttäuschend langsam".
Um die Konjunktur zu stützen, wird die Fed ihr Kaufprogramm für Staatsanleihen wie Anfang November beschlossen fortführen. Bis Mitte 2011 sollen insgesamt 600 Milliarden Euro aufgekauft werden. Der rekordtiefe Leitzins solle für einen ausgedehnten Zeitraum auf dem aussergewöhnlich niedrigen Niveau verbleiben.
LEITZINS BLEIBT UNVERÄNDERT
Die Fed hatte ihren Leitzins wie erwartet nicht verändert. Der Zielsatz für Tagesgeld ("Fed Funds Rate") liegt damit weiterhin zwischen null und 0,25 Prozent. Volkswirte hatten einhellig mit dieser Entscheidung gerechnet. Als Reaktion auf die schwere Wirtschaftskrise hatte die Fed diesen Zielkorridor im Dezember 2008 festgelegt.
Die Entscheidung fiel diesmal einstimmig. Thomas M. Hoenig, Präsident der regionalen Notenbank von Kansas, hatte zuletzt immer wieder gegen die Entscheidung seiner Kollegen gestimmt und vor den Gefahren einer zu expansiven Politik gewarnt. Hoenig ist jedoch seit Januar nicht mehr stimmberechtigt. "Die beiden neuen Falken Charles Plosser (Philadephia Fed) und Richard Fisher (Dallas Fed) ziehen es offenkundig vor, das Kaufprogramm wie angekündigt abzuschliessen, um den Eindruck einer kurzfristig ausgerichteten "Stop-and-Go-Politik zu vermeiden", schreibt Commerzbank-Volkswirt Bernd Weidensteiner in einem Kommentar. "Den das könnte die Glaubwürdigkeit der Fed untergraben. Allerdings könnten die "Falken" im weiteren Jahresverlauf, wenn sich das Kaufprogramm dem Ende nähert, weniger zurückhaltend sein." Im laufenden Jahr erwartet Weidensteiner noch keine Erhöhung der Leitzinsen.
DOLLAR FÄLLT LEICHT ZUM EURO
Der Eurokurs stieg nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank an und näherte sich wieder der Marke von 1,37 US-Dollar an. Die US-Aktienmärkte wurden durch die Entscheidung kaum bewegt. Die US-Anleihenkurse gerieten leicht unter Druck./jsl/he

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