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(Meldung um weitere Details ergänzt)
Zürich (awp) - Die Privatbankengruppe EFG International ist 2010 wie erwartet tief in die roten Zahlen gefallen. Nachdem das Institut (wie schon bekannt) im ersten Halbjahr eine Wertberichtigung von 859,5 Mio CHF auf ihrem Hedge Fund-Geschäft hatte vornehmen müssen, resultierte für das Gesamtjahr ein Verlust nach IFRS von 741,7 Mio CHF. Im Vorjahr hatte EFG auf vergleichbarer Basis noch einen Gewinn von 76,6 Mio CHF geschrieben.
Werden die Sonderfaktoren ausgeklammert, erarbeitete das Institut einen so genannten Kerngewinn von 172,0 Mio CHF nach 191,8 Mio CHF. Trotz Millionenverlust kommen die Aktionäre in den Genuss einer unveränderten Dividende von 0,10 CHF je Aktie, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Mit dem ausgewiesenen Zahlenset hat die Bank die Erwartungen der Marktbeobachter nur teilweise erfüllt.
Zurückgebunden wurde das Institut im vergangenen Jahr auch durch den starken Schweizer Franken. So rissen die Währungseffekte ein Loch von 10,1 Mrd CHF in die Vermögensbasis, was auch nicht durch das Nettoneugeld von 9,7 Mrd (VJ 6,3) Mrd CHF ganz wettgemacht werden konnte. Daneben resultierte aus der Dekonsolidierung von MBAM ein negativer Effekt von 1,5 Mrd CHF, während die Marktperformance einen positiven Effekt von 0,5 Mrd CHF hatte.
Damit sank die Vermögensbasis per Ende Jahr auf 84,8 Mrd CHF nach 86,2 Mrd CHF per Ende 2009. Die Kern-Gewinnmarge auf den verwalteten Vermögen belief sich auf 94 Basispunkte (BP) nach 107 BP im 2009. Die rückläufige Entwicklung ist gemäss EFG auf die tiefere Nettonzinsmarge sowie die tieferen Beiträge der spezialisierten Produktegeschäfte zurückzuführen. Allerdings habe sich die Marge im zweiten Halbjahr gegenüber dem ersten Semester um 3 BP verbessert.
Die Kern-Erträge schrumpften um 6% auf 808,1 Mio CHF und der Aufwand stieg um gut 1% auf 662,1 Mio CHF, was eine Cost/Income-Ratio von 85,2% nach 79% im Vorjahr ergibt. Die Kern-Gewinnmarge auf den verwalteten Vermögen belief sich auf 94 Basispunkte (BP) nach 107 BP im 2009.
Die Frankenstärke hinterliess auch im Ergebnis ihre Spuren, da rund 40% des Geschäftsaufwandes, aber nur 5% der Erträge in dieser Währung anfallen. Diese Tatsache schmälerte alleine im zweiten Halbjahr die Ertragskraft um 38 Mio CHF und belastete das Resultat unter dem Strich mit 21 Mio CHF.
Da sich die Wertminderungen nicht auf das regulatorische Kapital und den Cashflow des Unternehmens auswirkte, stieg die BIZ-Kapitalquote im Jahresvergleich per Ende Dezember 2010 leicht auf 14,0% nach 13,7% per Ende 2009.
Gestützt auf die aktuellen Wirtschafts- und Marktbedingungen, bekräftigt EFG International ihre für die nächsten zwei bis drei Jahren definierten strategischen Zielsetzungen. So sollen die Netto-Neugelder von Privatkunden jährlich im zweistelligen Prozentbereich wachsen. Auf den Kundengeldern soll mittelfristig eine Gewinnmarge von 100 Basispunkten (BP) erwirtschaftet werden und das Kosten-Ertragsverhältnis soll schrittweise unter die Marke von 70% gesenkt werden.
Ausserdem soll der so genannte "Kern-Reingewinn" im Geschäftsjahr 2011 mindestens 200 Mio CHF betragen und hernach im Einklang mit der erwarteten Ertragsentwicklung weiter ansteigen. Die BIZ Kernkapitalquote (Tier 1) soll bis zum Jahr 2012 auf mindestens 16% steigen.
Zudem will das Unternehmen pro Jahr die Zahl an Kundenberatern um 25 bis 50 erhöhen. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Kundenberater auf 675 gegenüber 650 per Ende 2009. Aufgrund ihrer "starken" Pipeline stellt das Institut für 2011 eine erhöhte Rekrutierungsrate in Aussicht.
Gleichzeitig prüft die Bank weiterhin die Ausweitung ihrer internationalen Präsenz. Voraussetzung dafür sei aber, dass qualitativ hoch stehende Berater-Teams rekrutiert werden könnten und strikte Kostendisziplin gewahrt werde, schreibt EFG International. Im Vordergrund stehe aber die Weiterentwicklung des bestehenden Netzes. Neuerungen gab EFG bezüglich ihrer Unternehmensstruktur bekannt, die stärker regional ausgerichtet werden soll.
pf/uh

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