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Domat/Ems GR (awp/sda) - Die zwei Täter im mutmasslichen Millionenbetrug bei der Ems Chemie sollen mehrere Jahre hinter Gittern. Für den Hauptangeklagten fordert die Staatsanwaltschaft sechs, für den Komplizen vier Jahre Freiheitsstrafe. Das Urteil wird am Freitag verkündet.
Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden seit Montag vor dem Bezirksgericht Imboden in Domat/Ems stehenden Angeklagten vor, die Ems-Chemie zwischen Juni 1995 und August 2003 mit fiktiven Rechnungen um 9,9 Mio CHF betrogen zu haben.
Einer der Angeklagten, ein früherer Chefbuchhalter, soll im fast gleichen Zeitraum zusätzlich geschäftsmässig unbegründete Checks von über drei Millionen Franken zu Lasten der Ems-Chemie ausgestellt haben, die damals noch unter der Leitung von Christoph Blocher stand. Der Fall ist komplex. Allein die Strafuntersuchung dauerte fünf Jahre.
Der inzwischen 74 Jahre alte ehemalige Chefbuchhalter habe seine Vertrauensstellung missbraucht und jede Gelegenheit genutzt, um Geld abzuzweigen, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft am Mittwoch vor Gericht. Seine Gier sei ihm schliesslich zum Verhängnis geworden, aufgeflogen sei er nach der Pensionierung wegen einer Fehlbuchung.
Auch dem 66-jährigen Mitangeklagten, der früher bei der Ems-Chemie im Verkauf arbeitete, warf die Staatsanwaltschaft reine Profitgier vor. Heute stelle sich der Mann als Opfer dar, das trotz klarer Beweislage alle Vorwurfe bestreite.
Beiden Angeklagten legt die Staatsanwaltschaft Betrug, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage zur Last. Für den 74-Jährigen forderte die Anklage sechs Jahre Freiheitsstrafe, verbunden mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu 40 CHF.
Der 66-jährige Mitangeklagte soll vier Jahre hinter Gittern und eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 40 CHF bezahlen. Beide Angeklagten bestritten am Mittwoch vor Gericht erneut die ihnen vorgeworfenen Straftatbestände.
Beide Verteidiger betonten, die Vorwürfe hätten nicht bewiesen werden können, und verlangten einen Freispruch. Der Rechtsvertreter des 66-Jährigen sagte, sein Mandant sei nicht der "eiskalte Betrüger" und heute "arm wie eine Kirchenmaus".
Der Verteidiger des 74-jährigen Hauptangeklagten erklärte, als Chefbuchhalter habe sein Mandant mit den Zahlungen an andere Firmen gar nichts zu tun gehabt. In seinem Schlusswort gab der pensionierte Buchalter zu bedenken, es sei nie wirklich festgestellt worden, ob die Ems-Chemie überhaupt zu Schaden gekommen sei.
rt

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