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KARLSRUHE (awp international) - Der Karlsruher Energieversorger EnBW hat infolge eines schwächeren Erzeugungsgeschäfts im ersten Quartal weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Auch die Abschaltung zweier Kernkraftwerke im Zuge des Moratoriums der Bundesregierung beeinflusste das Ergebnis negativ, teilte die Gesellschaft am Freitag mit. Auf das Gesamtjahr geht EnBW davon aus, dass das Betriebsergebnis um bis zu ein Viertel niedriger ausfallen wird.
Dank eines steigenden Stromabsatzes konnte die Gesellschaft den Umsatz in den ersten drei Monaten zwar um 2,7 Prozent auf 5,03 Milliarden Euro steigern. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Adjustet EBIT) ging indes um 15 Prozent auf 744 Millionen Euro zurück. Laut Vorstandschef Hans-Peter Villis führte im operativen Geschäft unter anderem die Wiederbeschaffung der bereits am Terminmarkt veräusserten Strommengen aus den abgeschalteten Kernkraftwerken zu Belastungen. Wie viel dieser Effekte im ersten Quartal ausmachte, teilte das Unternehmen nicht mit. Das Gasgeschäft ging ebenfalls zurück. Dies lag den Angaben nach unter anderem am Verkauf der sächsischen Energieholding Geso im vergangenen Jahr und einem temperaturbedingt geringeren Gasabsatz.
Unter dem Strich verdiente der Konzern in den ersten drei Monaten 386,9 Millionen Euro und damit weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes (817,1). Der Vorjahreswert war unter anderem wegen des Geso-Verkaufs höher. Zudem hat EnBW für sein Kraftwerk Neckarwestheim die Rückstellungen für den Fall eines früheren Rückbaus erhöht. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Nachrüstforderungen Investitionen nach sich ziehen, die einen Weiterbetrieb nicht mehr wirtschaftlich machen. Insgesamt bezifferte EnBW die Kernenergieaufwendungen auf 140,1 Millionen Euro, die Rückstellungen für Neckarwestheim machten einen "signifikanten Anteil" aus, sagte ein Sprecher.
Das dreimonatige Moratorium zöge weitere mittelbare Effekte nach sich, die 2011 zu erheblichen finanziellen Belastungen führen würden, sagte Villis laut Mitteilung. Entsprechend gehe EnBW von einem Rückgang des bereinigten EBIT um 15 bis 25 Prozent aus. Bei der Vorlage der Bilanz im Februar hatten die Karlsruher noch mit einem Rückgang um 10 bis 15 Prozent gerechnet./nmu/jha/wiz

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