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(Stand Montagmorgen)
Bern (awp/sda/dpa/rtd) - Japan kommt nach der verheerenden Naturkatastrophe vor drei Tagen nicht zur Ruhe. Nach einem schweren Nachbeben warnten die Behörden am Montag vor neuen Flutwellen, die zum Glück aber ausblieben. Im Atomkraftwerk Fukushima kam danach zu einer weiteren Explosion.
Die Detonation ereignete sich im Reaktorblock 3 von Fukushima 1. Nach Angaben der Regierung soll die Stahlhülle des Reaktors aber standgehalten haben. Die Betreibergesellschaft Tepco gab später bekannt, dass mehrere Menschen verletzt worden seien, darunter Armeeangehörige.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo handelte es sich um eine Wasserstoffexplosion. Eine solche Detonation hatte es am Samstag bereits im Reaktorblock 1 von Fukushima 1 gegeben. Ob es bereits zu den befürchteten Kernschmelzen gekommen ist, war nach widersprüchlichen Angaben auch am Montag nicht bekannt.
Nach Angaben der Regierung erhöhten sich die Strahlenwerte im Umkreis der Anlage vorerst nicht. Die Regierung rief die Menschen auf, im Umkreis von 20 Kilometern um das Unglückskraftwerk in ihren Häusern zu bleiben. Trotz einer Evakuierungsanordnung sollen sich noch etwa 600 Menschen in dem Gebiet befinden.
Das Nachbeben der Stärke 6,2 erschütterte um kurz nach 10 Uhr Ortszeit auch die Millionenstadt Tokio. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 140 Kilometer nord-östlich der Hauptstadt - also in Richtung der Atomanlagen in Fukushima.
Von den Meilern in Fukushima meldete der TV-Sender NHK wenig später Explosionsgeräusche in der Nähe des Reaktors Nummer 3. TV-Aufnahmen zeigten Rauch über beschädigten Reaktorgebäuden.
Wie die Agentur Kyodo meldete, wurden noch vor dem neuen Beben in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans 2000 weitere Leichen entdeckt. Die Toten seien an der Küste gefunden worden.
Die Behörden befürchten, dass durch das Erdbeben mit Stärke 9,0 und den nachfolgenden Tsunami über 10'000 Menschen getötet wurden. Bis Sonntagabend Schweizer Zeit hatten die Behörden 1597 Opfer identifiziert. Nach offiziellen Angaben erlitten 22 Menschen eine Strahlenvergiftung, bis 190 kamen mit Radioaktivität in Kontakt.
Nach Einschätzung der Regierung handelt es sich um die schwerste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Millionen Menschen sind auch drei Tage nach dem schwersten Erdstoss ohne Strom und Wasser. Und immer wieder erschütterten heftige Nachbeben das Land.
uh

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