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DÜSSELDORF (awp international) - Der Generalsekretär der neuen europäischen Versicherungsaufsicht EIOPA, Carlos Montalvo, hat das neue Regelwerk Solvency II gegen scharfe Kritik aus Deutschland verteidigt. Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Freitag) zeigte sich Montalvo überzeugt, dass durch eine gute Regulierung Krisen verhindert werden könnten. Die EU-Aufsichtsregeln, die für die Versicherer ab 2013 gelten sollen, trügen dazu bei.
Montalvo deutete an, dass es für einzelne Elemente von Solvency II Übergangszeiten geben könne. "Wir wollen keine Revolution, wir wollen etwas, was in der Praxis funktioniert", sagte er. Und er räumt ein: "Solvency II ist nicht nur eine grosse Herausforderung für die Versicherer, sondern auch für die Aufseher." Vorgesehen ist, dass die Versicherer für höhere Risiken auch mehr Eigenkapital als Sicherheit vorhalten müssen. "Solvency II bedeutet, Risiken einen Preis zu geben."
Montalvo reagiert damit auf den Unmut in der Branche. So hatten der deutsche Branchenverband GDV und kleinere Unternehmen das Vorgehen der Aufseher im Rahmen einer Feldstudie heftig angegriffen. "Der Probelauf zu Solvency II hat gezeigt, dass das Regelwerk noch nicht reif für die Umsetzung ist", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth. Die Generalprobe für Solvency II habe deutlich gemacht, dass es "noch erheblichen Nachbesserungsbedarf" gebe. In der aktuell vorgeschlagenen Form würde das Regelwerk sein Ziel, ein stabiles Aufsichtsregime für Europa zu schaffen, klar verfehlen.
Der Finanzvorstand des weltgrössten Rückversicherers Munich Re , Jörg Schneider, schlug sich dagegen grundsätzlich auf die Seite der Aufseher: "Die Richtung stimmt", sagte er. Vor allem kleinere Unternehmen bräuchten jedoch noch Erleichterungen, etwa bei den Berichtspflichten./ksb/stw/tw

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