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BRÜSSEL (awp international) - Die Finanzminister des Eurogebiets sind am Dienstag in Brüssel zu einem Krisentreffen zusammengekommen, um die Rettung Griechenlands vor der drohenden Staatspleite zu debattieren.
"Wir werden alle Optionen durchspielen", sagte der Vorsitzende der Ministerrunde, Luxemburgs Jean-Claude Juncker. In der kommenden Woche wolle man bei einem weiterem Treffen in Luxemburg "dem Abschluss so nahe wie möglich kommen".
Umstritten unter den Ministern ist vor allem die von Deutschland geforderte Beteiligung von privaten Gläubigern bei einem neuen Paket für Griechenland. Dieses soll einen Umfang von bis zu 120 Milliarden Euro haben. Die österreichische Ressortchefin Maria Fekter sagte, ihr Land habe seinerzeit mit der sogenannten Wiener Initiative gezeigt, wie man Banken einbinden könne.
"Etwas Ähnliches werden wir hoffentlich hier auch zustande bringen." Es dürfe von den Ratingagenturen aber nicht als Zahlungsausfall gewertet werden. 2009 hatten Grossbanken im Rahmen eines Hilfsplans des Internationalen Währungsfonds zugesagt, auslaufende Engagements in Ländern Mittel- und Osteuropas bei Fälligkeit zu erneuern.
Die Lösung für Griechenland könnte laut Experten so aussehen, dass Banken auf freiwilliger Basis neue griechische Anleihen kaufen, falls alte auslaufen. Berlin schlägt hingegen vor, dass Banken griechische Staatsanleihen freiwillig gegen neue mit längerer Laufzeit von sieben Jahren umtauschen. Die Europäische Zentralbank ist dagegen./cb/mt/DP/jsl

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