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BRÜSSEL (awp international) - Das milliardenschwere Hilfspaket für Portugal ist unter Dach und Fach: Die Euro-Finanzminister haben am Montag in Brüssel grünes Licht für die Nothilfe von 78 Milliarden Euro gegeben. Das berichteten Diplomaten. Damit retten die Europäer und der Internationale Währungsfonds (IWF) zum dritten Mal innerhalb eines Jahres ein taumelndes Euro-Land vor der Staatspleite. Nach Griechenland und Irland erhält nun auch Portugal Kredite zur Sanierung seiner Staatsfinanzen.
Vor gut fünf Wochen hatte Lissabon einen Hilferuf nach Brüssel geschickt. Portugal ist dringend auf Hilfe angewiesen. Die künftige Regierung in Lissabon - am 5. Juni wird gewählt - muss im Gegenzug für die Kreditzusagen ein knallhartes Sparprogramm durchziehen. Das internationale Hilfsgeld soll bis 2013 reichen, danach soll Portugal an den Kapitalmarkt zurückkehren.
Das Hilfspaket wurde ungeachtet der Affäre um IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn verabschiedet. Der IWF spielt im Kampf gegen die Schuldenkrise eine wichtige Rolle und trägt ein Drittel der internationalen Milliardenhilfen für das ärmste westeuropäische Land. Der Grossteil kommt von den Euro-Partnern.
Bei ihrem Treffen erreichten die Finanzminister das notwendige einstimmige Votum, da Finnland nach einer politischen Kehrtwende bei der Regierungsbildung ebenfalls zustimmte. Dem Paket müssen am Dienstag noch die Finanzminister aller 27 EU-Länder zustimmen, dies gilt aber als Formalie./mt cb/DP/jsl

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