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EZB-Bini Smaghi: Griechenland ist solvent - Umschuldung wäre schädlich

BERLIN (awp international) - Griechenland ist nach Einschätzung von EZB-Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi solvent, wenn es Reformen umsetzt und Vermögenswerte privatisiert. "Eine Umschuldung ist nur der letzte Ausweg, wenn ein Land seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleichen kann", sagte Bini Smaghi am Montag in Berlin.
Eine Umschuldung sei sowohl für Griechenland als auch für die Kreditgeber sehr teuer, sagte Bini Smaghi. Die Finanzmärkte und die Realwirtschaft in der Eurozone würden stark belastet. Es sei rationaler und auch günstig für die Steuerzahler, die notwendigen Reformen und Privatisierungen in Griechenland durchzuführen.
Griechenland sollte daher als solvent betrachtet werden und aufgefordert bleiben, seine Schulden zu begleichen. Griechenland habe derzeit einen Schuldenstand in Höhe von 330 Milliarden Euro. Gleichzeitig verfüge das Land über Vermögenswerte in Höhe von 300 Milliarden Euro, die privatisiert werden könnten.
Bini Smaghi kritisierte zudem Griechenland dafür, die Reformen nicht entschlossen durchgeführt zu haben. Hier sei eine stärkere Überwachung notwendig. Neben Griechenland hätten auch Portugal in Irland zu lange gewartet, bis sie Hilfe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU beantragt hätten.
Zuletzt wurde im Kreise der Finanzminister der Eurozone über eine Verlängerungen der Laufzeiten von griechischen Staatsanleihen diskutiert worden. Die EZB signalisierte hingegen, dass sie bei einem Kreditausfall (Default) griechische Anleihen nicht mehr akzeptieren wird. EZB-Vizepräsident Vitor Constancio lehnte am Montag jedoch eine freiwillige Beteiligung privater Gläubiger nicht grundsätzlich ab./jsl/bgf

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