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FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Käufe von Staatsanleihen in der vergangenen Woche weiter vermindert. In der vergangenen Woche hat die EZB Anleihen im Wert von rund einer Milliarde Euro gekauft, wie aus eine Mitteilung der Notenbank vom Montag hervorgeht. In der Vorwoche hatte sie noch Staatsanleihen für vier Milliarden Euro gekauft.
Wie in den vergangenen Wochen will die Notenbank die aus den Käufen resultierende Überschussliquidität einsammeln. Am Dienstag soll ein entsprechendes Refinanzierungsgeschäft (Schnelltender) mit den Banken durchgeführt werden, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Notenbank strebt ein Volumen von 60 Milliarden Euro an, nach 59 Milliarden Euro in der Vorwoche. Dies entspricht der Summe, die die EZB bis zum 13. Juli in Anleihekäufe investiert hat. Laut Händlern hat die EZB vor allem Papiere von Portugal, Griechenland und Irland gekauft.
Gebote werden am Dienstag bis 11.30 Uhr angenommen. Die Zuteilung erfolgt am Mittwoch. Der maximale Bietungssatz beträgt 1,0 Prozent. Das Geschäft läuft erneut eine Woche. In der nächsten Woche soll abermals ein Sondertender durchgeführt werden.
Zur Stützung des europäischen Markts für Staatsanleihen hatte die EZB Mitte Mai überraschend den Aufkauf von südeuropäischen Anleihen beschlossen. Damit flankiert sie den gigantischen Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken./jsl/bgf

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