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FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat in der vergangenen Woche nur für rund neun Millionen Euro Staatsanleihen gekauft. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Mitteilung hervor. Eine Woche zuvor war das Volumen bereits auf 81 Millionen Euro gesunken. Die Währungshüter haben ihre Anleihekäufe seit Mitte Mai sukzessive zurückgeführt.
Wie in den vergangenen Wochen will die Notenbank die aus den Käufen der vergangenen Wochen resultierende Überschussliquidität einsammeln. Am Dienstag soll ein entsprechendes Refinanzierungsgeschäft (Schnelltender) mit den Banken durchgeführt werden. Die Notenbank strebt wie in der Vorwoche ein Volumen von 60,5 Milliarden Euro an. Dies entspricht der Summe, die die EZB bis zum 6. August in Anleihekäufe investiert hat. Laut Händlern hat die EZB vor allem portugiesische, griechische und irische Papiere gekauft.
Gebote werden am Dienstag bis 11.30 Uhr angenommen. Die Zuteilung erfolgt am Mittwoch. Der maximale Bietungssatz beträgt 1,0 Prozent. Das Geschäft läuft erneut eine Woche.
Zur Stützung des europäischen Markts für Staatsanleihen hatte die EZB Mitte Mai überraschend den Aufkauf von südeuropäischen Anleihen beschlossen. Damit flankiert sie den Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken./jha/he

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