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EZB/Trichet: Anleihenkauf geht nicht auf politischen Druck zurück

Dieser Inhalt wurde am 10. Mai 2010 - 15:15 publiziert

BASEL (awp international) - Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) zu Staatsanleihekäufen von Euro-Ländern ist laut EZB-Chef Jean-Claude Trichet nicht durch politischen Druck zustande gekommen. "Wir sind absolut unabhängig", bekräftigte Trichet am Montag in Basel am Rande einer Tagung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die Entscheidung sei im EZB-Rat gefällt worden und nicht auf irgendeine Art von Druck zurückzuführen.
Gleichwohl räumte Trichet ein, die Entscheidung im EZB-Rat sei nicht einstimmig zustande gekommen. Der Beschluss sei jedoch mit "überwältigender Mehrheit" getroffen worden. Konkrete Hinweise zum Volumen der geplanten Anleihekäufe gab Trichet nicht. "Der EZB-Rat wird über den Umfang der Interventionen entscheiden. Wir werden tun, was notwendig ist."
Die EZB hatte in der Nacht zum Montag bekannt gegeben, entgegen ihrer bisherigen Position Staatsanleihen am Sekundärmarkt anzukaufen. Hintergrund ist der zeitgleich von EU und IWF gespannte Rettungsschirm für finanzschwache Euro-Länder über insgesamt 750 Milliarden Euro./RX/bgf/jkr

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