Navigation

EZB/Weber: Erneuter Rückfall in die Rezession sehr unwahrscheinlich

Dieser Inhalt wurde am 22. Oktober 2009 - 08:40 publiziert

JERUSALEM (awp international) - Ein erneuter Rückfall der Wirtschaft der Eurozone in die Rezession ist nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Axel Weber sehr unwahrscheinlich. Eine Reihe von Faktoren würden auf einen ziemlich freundlichen Konjunkturausblick hinweisen, sagte Weber am Donnerstag in Jerusalem. Ein grosser Teil der von Regierungen und Notenbanken durchgeführten Massnahmen entfalteten ihre Wirkung erst im Jahr 2010. Die zuletzt gestiegene Zuversicht werde zunehmend auch durch die harten Fakten untermauert.
Die Arbeit für die Notenbanken sei etwas einfacher geworden, sagte Weber. Deflationsgefahren seien angesichts der wieder steigenden Rohstoffpreise und der sich erholenden Konjunktur quasi verschwunden. Auf der anderen Seite gebe es auf kurze Sicht so gut wie keine Inflationsgefahren.
KONJUNKTURERHOLUNG BLEIBT ANFÄLLIG
Weber warnte jedoch vor zu grossem Optimismus. Die Konjunkturerholung bleibe anfällig und es gebe wichtige Risiken. So könne die erwartete Verschlechterung am Arbeitsmarkt die Konjunktur belasten. Auch die Bilanzen der Banken könnten durch die Rezession noch einmal belastet werden. Das Wirtschaftswachstum in den wichtigsten Weltregionen dürfte daher im Jahr 2010 unterdurchschnittlich sein.
Um langfristig ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu erzielen, müssten die weltweiten Ungleichgewichte abgebaut werden, sagte Weber. Er sei jedoch hier gegen eine politische Strategie. Nicht jeder Überschuss in der Handelsbilanz sei auch ein Zeichen für ein Ungleichgewicht. Weber setzt vielmehr auf den Markt, der zu einem Abbau diese Ungleichgewichte beitragen soll. So werde in Deutschland der Handelsbilanzüberschuss in Folge der Krise um 80 Milliarden Euro reduzieren./js/jha/

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?