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EZB will erneut Liquidität aus Anleihekäufen einsammeln

Dieser Inhalt wurde am 24. Mai 2010 - 16:54 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will auch in der laufenden Woche die aus ihren Staatsanleihekäufen resultierende Überschussliquidität einsammeln. Wie erstmalig in der Vorwoche soll am Dienstag ein entsprechendes Refinanzierungsgeschäft (Schnelltender) mit den Banken durchgeführt werden, wie die EZB am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Notenbank strebt ein Volumen von 26,5 Milliarden Euro an. Dies entspricht der Summe, die die EZB bis zum 21. Mai in Anleihenkäufe investiert hat.
Gebote werden am Dienstag bis 11.30 Uhr angenommen. Die Zuteilung erfolgt am Mittwoch, 26. Mai. Der maximale Bietungssatz beträgt 1,0 Prozent. Das Geschäft läuft erneut eine Woche. In der nächste Woche soll abermals ein Sondertender durchgeführt werden.
Zur Stützung des europäischen Markts für Staatsanleihen hatte die EZB Mitte Mai den Aufkauf von südeuropäischen Anleihen beschlossen. Damit flankiert sie den gigantischen Rettungsschirm von EU und IWF für finanzschwache Euro-Länder, deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist. Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um Inflationsgefahren entgegenzuwirken./bgf/he

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