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Fed/Minutes: Wachstumsausblick erneut verbessert - BIP-Prognosen erhöht (AF)

Dieser Inhalt wurde am 24. November 2009 - 21:00 publiziert

WASHINGTON (awp international) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sieht erneut eine Verbesserung des Wachstumsausblicks für die US-Wirtschaft. Die Wirtschaft erhole sich wie angenommen, heisst es in dem am Dienstag veröffentlichten Protokoll (Minutes) der jüngsten Notenbanksitzung. Die Risiken seien nahezu ausgeglichen. Der Arbeitsmarkt bleibe aber das Sorgenkind. Die niedrige Kapazitätsauslastung dürfte den Inflationsdruck dämpfen. Für 2009 erhöhten die Währungshüter ihre Prognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Demnach soll die US-Wirtschaft 2009 nur noch um 0,1 Prozent bis 0,4 Prozent schrumpfen. Im Juni hatte die Fed noch einen Rückgang von 1,0 Prozent bis 1,5 Prozent erwartet.
Die Fed hatte zuletzt die Wertpapierkäufe leicht verringert. Gleichzeitig hatten die Währungshüter auf ihrer jüngsten Sitzung den Leitzins in der Spanne von Null bis 0,25 Prozent belassen und signalisiert, dass die wirtschaftlichen Bedingungen für einen "längeren Zeitraum" ein "aussergewöhnlich niedriges" Zinsniveau erforderten. Nun wurde in dem Protokoll auf mögliche Nebenwirkungen dieser Politik hingewiesen. Die Notenbank hatte den Leitzins im Dezember 2008 auf den nun gültigen Korridor verringert und damit auf die Krise reagiert. Vor der Krise hatte der Zinssatz im Sommer 2007 noch bei 5,25 Prozent gelegen.
Die Währungshüter erwarten laut Protokoll eine fortgesetzte Erholung der Wirtschaft. Diese dürfte allerdings in einem relativ langsamen Tempo im Vergleich zu früheren derartigen Phasen erfolgen. Auch für das kommende Jahr sind die BIP-Projektionen etwas höher. Demnach dürfte die US-Wirtschaft zwischen 2,5 Prozent und 3,5 Prozent wachsen. Bisher war die Fed von plus 2,1 bis plus 3,3 Prozent ausgegangen.
Weniger Anpassungen gab es unterdessen bei der Einschätzung der Arbeitsmarkt- und Inflationsentwicklung. Die Preisentwicklung dürfte laut Fed in den nächsten Jahren weiter moderat verlaufen. Bei der Kerninflation dürfte es nach Einschätzung der Währungshüter für einige Zeit bei einer gedämpften Entwicklung bleiben. Die Währungshüter erwartet eine weitere leichte Zuspitzung der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Zwar habe sich der Rückgang der Beschäftigung zuletzt abgeschwächt, dennoch rechnen die Währungshüter zum Ende des Jahres mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,9 bis 10,1 Prozent. Zuletzt hatte die Fed noch einen Anstieg auf 9,8 bis 10,1 Prozent erwartet./jha/wiz

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