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Bekam vom SNB-Präsidenten Thomas Jordan die neue Zwanzigernote mit Piazza-Grande-Motiv überreicht: Der Präsident des Locarno Festivals Marco Solari.

KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY

(sda-ats)

Seit Mittwoch ist die Piazza Grande in Locarno für viele Schweizerinnen und Schweizer ein Stück näher gerückt. Denn sie ziert die neue 20 Franken Note, welche nun im Umlauf ist. Um dies zu feiern, ist der Nationalbankpräsident Thomas Jordan ins Tessin gereist.

Dort überreichte er am Mittwoch dem Präsidenten des Locarno Festivals Marco Solari in einem Saal an der Piazza Grande symbolisch eine druckfrische Banknote - auch der Tessiner Regierungspräsident Manuele Bertoli und der Stadtpräsident Locarnos Alain Scherrer bekamen jeweils ein eingerahmtes Exemplar.

Das Festival hat damit 2017 einen weiteren Grund zum Feiern: Im August beginnt die 70. Edition und zeitgleich soll der neue "Palazzo del Cinema" eingeweiht werden. Dementsprechend wolle das Festival sich auch beim Publikum erkenntlich zeigen, so Solari.

Erster Festivalabend für 20 Franken

Er kündigte an, dass am ersten Tag des Locarno Filmfestivals 2017 jedes Eintrittsbillet nur 20 Franken koste - vorausgesetzt, es werde mit der neuen Banknote gezahlt.

Das Festival hätte zum 70. Geburtstag eigentlich auch eine 70er-Banknote verdient, sagte SNB-Präsident Jordan augenzwinkernd. Doch auch wenn das nicht möglich gewesen sei, habe die Motivwahl deutlich gezeigt, dass das Festival mit seiner Piazza Grande "einen der wichtigsten Orte für die Kultur der Schweiz" darstelle. Ebenfalls auf der Zwanzigernote abgebildet sind Schmetterlinge, Globus, Hand und Prisma. Die Leitthemen für das 20er-Nötli sind Licht und Kreativität.

Der Schein des "kleinen Mannes"

Der Tessiner Regierungspräsident Manuele Bertoli (SP) freute sich, dass gerade bei der Zwanzigernote die Wahl auf ein Tessiner Motiv gefallen sei. "20 Franken sind für alle, 1000 Franken nur für wenige". 20 Franken seien auch der Preis für einen Kino-Eintritt und ein Getränk - deshalb sei die Piazza Grande das perfekte Logo.

Die neuen Noten sind am Mittwoch nach Angaben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) reibungslos in Umlauf gebracht worden. Erhältlich waren die druckfrischen Scheine zunächst an den Schaltern der SNB in Bern und Zürich sowie bei den 14 Kantonalbanken, bei denen die SNB eigene Agenturen unterhält.

Wie ein SNB-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, sind bei der SNB in Zürich bei der Schalteröffnung am Morgen 30 SNB-Leute bereit gestanden, um so früh wie möglich Scheine umzutauschen. Bis zum frühen Nachmittag hätten 600 Leute davon Gebrauch gemacht. Ausserdem seien die neuen Scheine palettenweise an Banken und an die Post ausgeliefert worden. Es werde noch etwas Zeit brauchen, bis alle Automaten damit alimentiert seien, hiess es bei der SNB.

Alte Note bleibt vorerst gültig

Die bisherige Zwanzigernote bleibt vorerst gültig. Die SNB zieht sie aber kontinuierlich aus den Verkehr. Wenn alle Noten der neuen Serie im Umlauf sind, wird die Notenbank einen Rückruf der alten Geldscheine ankündigen. Sie werden dann nicht mehr als Zahlungsmittel gültig sein, können aber bei der SNB umgetauscht werden.

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte die SNB als erste Banknote der neuen Serie die Fünfzigernote herausgegeben. Als nächste wird im Oktober die Zehnernote ausgeteilt. Dann folgt die Zweihunderternote und anschliessend die Tausendernote. Als letzte wird der Hunderterschein, die Note mit der höchsten Auflage, ersetzt werden.

SDA-ATS