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(Meldung wurde ausgebaut)
Rheinfelden AG/Freiburg (awp/sda) - Es bleibt dabei: Die Brauerei Cardinal in Freiburg wird definitiv nächsten Sommer geschlossen. Der Getränkekonzern Feldschlösschen setzt keinen der Vorschläge um, die eine Weiterführung des Betriebs vorsahen.
Somit werden in Freiburg weder Spezialitätenbiere gebraut, noch entsteht ein Logistikzentrum. Diese und weitere Ideen hatten die Gewerkschaft Unia und die Betriebskommission entwickelt. Sie wollten möglichst viele Arbeitsplätze am Standort erhalten.
Die Produktion in vermindertem Umfang weiterzuführen, würde die ungenügende Auslastung noch weiter senken, heisst es in der Mitteilung von Feldschlösschen vom Donnerstag. Für eine Spezialitätenbrauerei seien die Anlagen ungeeignet.
Das Logistikzentrum will das Unternehmen nicht realisieren, weil es bereits über ein effizientes Verteilnetz in der Westschweiz verfüge.
Feldschlösschen hatte schon zu Beginn des nun abgeschlossenen Konsultationsverfahrens betont, dass es am Entscheid zur Schliessung der Brauerei grundsätzlich festhalte.
Eine kleine Konzession ging das Unternehmen dennoch ein: Es wird sein Logistikzentrum Givisiez bei Freiburg ausbauen und kann damit acht bis zehn Cardinal-Angestellten eine Stelle offerieren.
Insgesamt verlieren 75 Personen in Freiburg ihren bisherigen Arbeitsplatz. 18 Angestellte werden vorzeitig pensioniert, die übrigen Mitarbeiter erhalten Angebote an anderen Standorten des Unternehmens. Es besteht ein Sozialplan. Für das Areal hat die Stadt Freiburg ein Vorkaufsrecht.
Die Unia reagierte am Donnerstag empört auf den Entscheid. Aus Sicht der Gewerkschaft hat Feldschlösschen keinen Willen gezeigt, konstruktive Lösungen zu finden.
Sie appellierte an die Stadt und den Kanton, sich für eine Fortführung der Brauereitradition in Freiburg einzusetzen. Der Präsident des Freiburger Staatsrats, Beat Vonlanthen, erklärte, man wolle sich weiterhin für die Brauerei engagieren.
Feldschlösschen hatte Ende August angekündigt, dass die Freiburger Brauerei geschlossen wird. Die dänische Muttergesellschaft Carlsberg begründete den Entscheid mit den Überkapazitäten in der europäischen Bierproduktion. Die Marke Cardinal bleibt bestehen, das Bier wird künftig in Rheinfelden gebraut.
Es ist der zweite Anlauf von Feldschlösschen, Cardinal zu schliessen. Im Jahr 1996 machte das Unternehmen wegen des starken Widerstands der Bevölkerung einen Rückzieher. Auch dieses Jahr demonstrierten im September rund 3000 Personen in Freiburg gegen den Entscheid.
mk

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