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DETROIT (awp international) - Fiat kommt bei der geplanten Mehrheitsübernahme von Chrysler einen weiteren Schritt voran. Die Italiener haben ihren Anteil an Chrysler von bislang 25 auf 30 Prozent aufgestockt, teilte der US-Autohersteller am Dienstag in Detroit mit. Zuvor hatte Chrysler zwei Vorgaben der US-Regierung erfüllt. Zum einen schaffte es der Autobauer, mehr als 1,5 Millionen US-Dollar ausserhalb von Kanada, USA und Mexiko (NAFTA-Raum) umzusetzen. Zum anderen konnte Chrysler über Fiat-Händler seine Präsenz ausserhalb des Heimatmarktes deutlich ausweiten.
Bereits am Montag hatte Fiat-Chef Sergio Marchionne deutlich gemacht, dass Fiat die Übernahme der Mehrheit beim US-Hersteller über eine sukzessive Aufstockung des Anteils anstrebt. Voraussetzung sei, dass Chrysler seine Schulden bei den Regierungen der USA und Kanadas refinanziert bekomme, sagte Marchionne. Die Schulden, für die bis Juni eine Vereinbarung gefunden werden müsse, beliefen sich noch auf sieben Milliarden Dollar. Die USA und Kanada hatten Chrysler 2009 im Insolvenzverfahren gestützt und so vor der Pleite bewahrt.
Seit der Beinahe-Pleite steht Marchionne auch an der Spitze von Chrysler. Bislang hat Fiat kein Geld in Chrysler investiert, aber technisches Know-how geboten. Der nächste Meilenstein, der den Italienern weitere fünf Prozent bringen soll, werde erst im vierten Quartal erreicht, sagte Marchionne. Der Fiat-Chef will Chrysler nach der Mehrheitsübernahme zurück an die Börse bringen. Wahrscheinlich dürfte der Börsengang erst 2012 anstehen./mne/nmu/stb

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