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Zürich (awp/sda) - Der Zürcher Finanzplatz hat in den letzten Jahren trotz hoher Wettbewerbsfähigkeit deutlich an internationaler Bedeutung verloren. Er geht allerdings gestärkt aus der Finanzmarktkrise hervor. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie "Finanzplatz Zürich 2010".
Die Krise erweise sich im Nachhinein als "heilsamer Schock", sagte der Zürcher Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker am Freitag bei der Präsentation der Studie, die im Auftrag des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) vom Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel Economics erstellt wurde.
Dieses analysierte die Bedeutung des Finanzplatzes Zürich im regionalen, nationalen und internationalen Kontext. Dafür wurden Banken, Versicherungen und übrige Finanzdienstleister in Zürich, Schwyz und Zug untersucht.
Der Finanzsektor ist und bleibt im Grossraum Zürich der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftszweig. Zwischen 1980 und 2000 wuchs er stark und stagnierte seither.
Laut Stocker hat die Krise aber nicht zur Schwächung sondern zur Stärkung des Finanzplatzes Zürich geführt. Nach Rückgängen der Wertschöpfung in den Jahren 2008 und 2009 habe es 2010 dank der Erholung der Weltwirtschaft, tiefen Zinsen und steigenden Börsen wieder ein deutliches Wachstum von gut vier% gegeben.
2011 und 2012 sei zwar mit einer leichten Wirtschaftsabschwächung zu rechnen, das Wachstum des Finanzplatzes Zürich werde aber über der Entwicklung des Schweizer Bruttoinlandproduktes (BIP) liegen.
Die Schweiz hat klar den drittgrössten Finanzplatz in Europa, nach Grossbritannien und Luxemburg. Zwar habe Zürich zwischen 2000 und 2009 Marktanteile verloren, sagte Urs Müller, Direktor und Chefökonom der BAK Basel Economics. Die Aussichten nach der Krise seien nun aber "verhalten optimistisch".
Die Situation des Zürcher Finanzplatzes habe sich relativ verbessert, weil sich das Umfeld in vielen Ländern mit wichtigen Finanzplätzen - wie Grossbritannien und Irland - deutlich verschlechtert habe, sagte Müller. Die Standortattraktivität von Zürich und der Schweiz sei im Verhältnis zu den Konkurrenzzentren gestiegen.
In der Region Zürich wird gemäss der Studie jeder dritte WertschöpfungsCHF im Finanzsektor erwirtschaftet. Damit ergibt sich ein effektiver Wertschöpfungseffekt von insgesamt knapp 40 Mrd CHF. Dies entspricht rund 31% des regionalen Bruttoinlandprodukts.
In der Finanzbranche arbeiten rund 101'000 Personen. Mit jedem dieser Beschäftigten hängt indes nochmals ein Arbeitsplatz in anderen regionalen Branchen zusammen. Der gesamte Beschäftigungseffekt des Finanzplatzes beläuft sich damit auf 208'000 Personen - damit ist der Finanzsektor für jeden fünften Job in der Region verantwortlich.
Trotz dieser starken Konzentration erachten die Verfasser der Studie das Klumpenrisiko kleiner als bisher angenommen. So ist der Zürcher Finanzplatz ihrer Meinung nach stärker diversifiziert als andere Schweizer Finanzzentren und kann auf einen starken Versicherungssektor bauen.
dl

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