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Zürich (awp) - Der Flughafen Zürich blickt auf ein Jahr mit höheren Passagierzahlen und mehr Flugbewegungen zurück. Der Gewinn konnte ebenfalls gesteigert werden, wenn man den Sondereffekt aus dem Verkauf einer Beteiligung in Indien im Vorjahr herausrechnet. Auf das laufende Jahr blickt das Unternehmen positiv.
UMSATZ STEIGT
"Trotz Aschewolke gut und solide", fasste CEO Thomas Kern das Geschäftsjahr 2010 vor den Medien zusammen. Der Umsatz stieg um gut 5% auf 863,0 Mio CHF, das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA um 8,5% auf 436,4 Mio CHF und auf Stufe EBIT um 15% auf 245,7 Mio CHF. Verbessert hat sich auch die EBIT-Marge auf 28,5% von 26,0%.
Der Reingewinn ging dagegen um 27% auf 138,5 Mio CHF zurück. Der Vorjahresgewinn war allerdings von einem positiven Beitrag von 75 Mio CHF aus dem Teilverkauf der Beteiligung am Bangalore International Airport beeinflusst gewesen. Ohne diesen Effekt läge der Reingewinn um 21% über dem Vorjahr.
DIVIDENDE - PASSAGIERVOLUMEN HÖHER
Die Aktionäre sollen erneut eine Dividende erhalten. Der Generalversammlung wird die Ausschüttung von 7,00 CHF pro Aktie vorgeschlagen, nach 7,50 (inkl. Sonderdividende von 2,50) CHF im Vorjahr.
Das Geschäftsjahr 2010 sei geprägt gewesen von einer wirtschaftlichen Erholung, welche sich stark auf den Flugverkehr ausgewirkt habe. So sei auch das Passagiervolumen um 4,3% auf 22,9 Mio erhöht worden. Dies sei vor allem auch angesichts der Aschewolke im April sowie des starken Wintereinbruchs im November und Dezember mit zahlreichen Flugannullationen bemerkenswert, meinte der Flughafen.
Mit einem Anteil von 62,4% macht das Fluggeschäft weiterhin den Löwenanteil des Umsatzes aus, entsprechend 37,6% entfielen auf das Nicht-Fluggeschäft. Im Fluggeschäft legte der Umsatz um 6,5% auf 538,1 Mio CHF zu, im Nicht-Flugbereich um 3,1% auf 324,9 Mio CHF. Die Anzahl Flugbewegungen legte um 2,5% auf 268'765 zu.
LÄRMFONDS, PROJEKTE
Bislang hat der Flughafen 130 Mio CHF aus seinem Fluglärmfonds ausgeschüttet, insgesamt sind für die Entschädigungen 740 Mio CHF budgetiert. Der Betrag setzt sich zusammen aus Entschädigungen für Grundeigentümer, deren Immobilien wegen des Fluglärms an Wert verloren haben. Dafür müssten insgesamt 410 Mio CHF ausgegeben werden, weiter 270 Mio CHF fliessen in Schallschutzmassnahmen, so der CEO. Die übrigen 60 Mio CHF werden für operatives Lärmmanagement - beispielsweise Rechtskosten - aufgewendet.
Die laufenden Projekte wie das zentrale Sicherheitsgebäude seien derweil auf Kurs. Erste positive Auswirkungen dieser dann zentralen Sicherheitskontrolle erwartet sich Kern allerdings erst Ende 2011 bzw. ab 2012. Derweil sei der Flughafen für das zollfreie Einkaufen auch für ankommende Passagiere bereit, eine Eröffnung sei im Sommer möglich. Dadurch entstünden 60 bis 80 neue Arbeitsplätze.
GEWINNWACHSTUM ERWARTET
Für das laufende Jahr erwartet der Flughafen einen weiteren Anstieg des Passagiervolumens um 3 bis 4% auf dann 23,5 bis 24 Mio Passagiere, bei der Fracht geht er von einen Wachstum von 4-5% aus. Das sollte sich auch positiv auf den Gewinn niederschlagen. "Wir erwarten eine Steigerung des Ergebnisses um 10 bis 15%", sagte CEO Kern auf der Pressekonferenz.
Bezüglich Kommerzgeschäft erwartet der Flughafen-Chef allerdings ein herausforderndes Jahr. In den ersten beiden Monaten 2011 ging der Kommerzumsatz bereits um 2,2% zurück, pro abfliegendem Passagier sank dieser gar um 6,9%. "Wir haben einige Engpässe wegen Umbauarbeiten. Und der starke Franken bremst insbesondere das Einkaufsverhalten bei den internationalen Passagieren und im Duty Free-Bereich", so Kern.
Die Aktie steigt in einem leicht freundlichen Gesamtmarkt gegen Mittag um 0,7%. Analysten zeigten sich mit den leicht über den Erwartungen liegenden Ergebnissen zufrieden, die ZKB sprach von "erfreulichen" Zahlen.
dm/uh

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