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(Mit weiteren Angaben)
MÜNCHEN (awp international) - Bei Europas grösstem Versicherer Allianz haben gute Gewinne im Fondsgeschäft die Belastungen durch Erdbeben, Tsunami und Hochwasser abgefedert. Trotz der Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Australien verdiente der Konzern im ersten Quartal unter dem Strich 857 Millionen Euro. Nun muss der Versicherer für die Tornado-Schäden in den USA geradestehen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand weiterhin einen operativen Gewinn von 7,5 bis 8,5 Milliarden Euro an.
Die Allianz-Aktie reagierte am Morgen mit Kursverlusten auf die Nachrichten. Zum Börsenstart verlor das Papier 1,08 Prozent auf 100,55 Euro und gehörte damit zu den schwächeren Werten im Dax . Der Versicherer habe "solide Zahlen" für das erste Quartal vorgelegt, urteilte Commerzbank-Analyst Roland Pfänder. Eckdaten hatte der Vorstand bereits bei der Hauptversammlung Anfang Mai genannt.
"In kaum einem anderen Quartal war die Allianz in den vergangenen zwei Jahrzehnten so stark von Naturkatastrophen betroffen wie im vergangenen Quartal", sagte Vorstandsmitglied Oliver Bäte. Insgesamt kosteten die Naturkatastrophen den Konzern 737 Millionen Euro. Der grösste Batzen entfiel auf das Erdbeben und den Tsunami in Japan, gefolgt von dem Beben in Neuseeland und dem Hochwasser in der australischen Millionenstadt Brisbane.
Auch für das zweite Quartal steht die erste grosse Belastung bereits fest: Die Folgen der Tornado-Serie in den USA dürften die Allianz den Angaben zufolge netto rund 60 Millionen Euro kosten. Für die Überschwemmungen entlang des Mississippi wagte der Vorstand noch keine Schadenprognose.
Im ersten Quartal verdiente die Allianz unter dem Strich 857 Millionen Euro nach 1,6 Milliarden ein Jahr zuvor. Damals hatte vor allem der Verkauf von Aktien der chinesischen Grossbank ICBC den Gewinn nach oben getrieben. Das operative Ergebnis ging lediglich um vier Prozent auf 1,66 Milliarden Euro zurück.
Wegen der Katastrophen des ersten Quartals reichten die Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung erneut nicht aus, um die Aufwendungen für Schäden und Verwaltung zu decken. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag mit 101,3 Prozent wie ein Jahr zuvor über der entscheidenden 100-Prozent-Marke. Der operative Gewinn der Sparte ging um sieben Prozent auf 663 Millionen Euro zurück.
In der Lebens- und Krankenversicherung konnte die Allianz den Rekordgewinn aus dem Vorjahr nicht wiederholen. Trotz eines 16-prozentigen Gewinnrückgangs auf 702 Millionen Euro sieht Allianz-Vorstand Oliver Bäte die Sparte auf Kurs zum oberen Ende des Jahresziels. Mit dem Ergebnis sei der Vorstand durchaus zufrieden.
Unterdessen profitierte die Allianz von der positiven Entwicklung im Fondsgeschäft. Die verwalteten Kundengelder in der Sparte Asset Management nahmen dank milliardenschwerer Geldzuflüsse um mehr als ein Zehntel. Der Provisionsüberschuss wuchs, und der operative Gewinn kletterte um 13 Prozent nach oben auf 528 Millionen Euro./stw/zb

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