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Fraport sieht Talsohle durchschritten - Gewinnziel angehoben (AF)

Dieser Inhalt wurde am 05. November 2009 - 11:40 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Der Flughafenbetreiber Fraport rechnet in den kommenden Monaten in Frankfurt wieder mit steigenden Passagierzahlen. Ende 2009 oder spätestens Anfang kommenden Jahres werde es am grössten Flughafen des Konzerns wieder positive Zahlen geben, sagte Vorstandschef Stefan Schulte am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen. "Die Talsohle ist durchschritten, es geht wieder aufwärts", sagte Schulte. Für das laufende Jahr schraubte der Vorstand das Ziel für den operativen Gewinn leicht nach oben, nachdem das Unternehmen im dritten Quartal unter dem Strich weniger verdient hatte als erwartet.
Die Fraport-Aktie reagierte am Morgen mit einem Kursrückgang auf die Nachrichten. Am späten Vormittag lag sie mit 1,62 Prozent im Minus bei 32,13 Euro.
Anfang des Jahres hatte der grösste deutsche Flughafen zweistellige Rückgänge bei den Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat verbucht. Im Laufe des Jahres wurde das Minus allerdings deutlich reduziert. Im Oktober sei die Zahl der Fluggäste nach vorläufigen Erhebungen nur noch um 1,9 Prozent gesunken, sagte Schulte. Für das Gesamtjahr erwartet Fraport weiterhin einen Rückgang um 5 bis 6 Prozent.
AUSLANDSGESCHÄFT SOLL WACHSTUM ANTREIBEN
Grosse Chancen für den Flughafenkonzern sieht Schulte neben dem Ausbau des Frankfurter Flughafens auch im Ausland. "Das externe Geschäft ist für Fraport ein echter Wachstumsmotor", sagte Schulte. In den kommenden Jahren seien deutliche Ertragssteigerungen, ein striktes Kostenmanagement und Wachstum notwendig, um die mehrere Milliarden teuren Investitionen am Frankfurter Flughafen stemmen zu können. Derzeit wird in Frankfurt an einer vierten Piste gearbeitet, die 2011 in Betrieb gehen soll. Zudem ist ein drittes Terminal geplant.
Im dritten Quartal verdiente Fraport unter dem Strich 56,1 Millionen Euro und damit weniger als von Analysten im Schnitt erwartet. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn noch mehr als doppelt so hoch gelegen, unter anderem wegen einer Sonderzahlung aus Bundesgarantien. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank im dritten Quartal um ein Zehntel auf 186,4 Millionen Euro und fiel damit etwas höher aus als erwartet. Der Umsatz gab um 4,1 Prozent auf 532,7 Millionen Euro nach.
ZIEL ANGEHOBEN
Für das Gesamtjahr zeigte sich der Vorstand etwas optimistischer als bislang. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) werde sich voraussichtlich auf 530 bis 540 Millionen Euro belaufen, hiess es. Bislang hatte Fraport 500 bis 530 Millionen Euro erwartet. Mit einem EBITDA von 492,5 Millionen Euro in den ersten neun Monaten hat das Unternehmen den Löwenanteil davon bereits erreicht./rg/stw/wiz

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