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LONDON/HANNOVER (awp international)- Nach der Einigung über die Aufsichtsratsposten beim Hannoveraner Tui-Konzern streckt der streitbare Grossaktionär John Fredriksen seine Fühler nach der britischen Konzerntochter Tui Travel aus. Wie die Briten am Mittwoch mitteilten, hat Fredriksen seinen Anteil an der wichtigsten Tui-Sparte über seine Gesellschaft Monteray Enterprises auf 3,31 Prozent aufgestockt. An der Tui AG war der Milliardär und Reeder zuletzt mit mindestens 15 Prozent beteiligt, zeitweise war sogar von 18 Prozent die Rede gewesen.
An der Börse sorgte der jüngste Schachzug Fredriksens für Aufmerksamkeit. "Das könnte darauf hindeuten, dass Tui ihre Tui-Travel-Beteiligung erhöhen will", sagte ein Börsianer. Die Tui-Aktie startete am Morgen mit einem Plus von 0,69 Prozent auf 10,15 Euro in den Handel, Tui-Travel-Papiere legten in London um 0,11 Prozent auf 270,60 britische Pence zu.
Die Tui AG hatte ihr Veranstaltergeschäft im Jahr 2007 mit dem britischen Mitbewerber First Choice zu Tui Travel verschmolzen. Zum Jahreswechsel hielten die Hannoveraner 55 Prozent der Tui-Travel-Aktien.
Allerdings gab es immer wieder Spekulationen, dass Konzernchef Michael Frenzel die Tochter nach und nach vollständig in den Konzern integrieren und dazu weitere Tui-Travel-Aktien kaufen will. Er selbst liess sich im Dezember nicht auf solche Pläne festnageln. Abhängig davon, wie hoch der Erlös aus dem Verkauf der Restbeteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd ausfällt, sondiere der Tui-Konzern die Möglichkeiten, sein Hotel- und Veranstaltergeschäft enger miteinander zu verzahnen, sagte er kurz vor Weihnachten. Während das Veranstaltergeschäft von London aus gemanagt wird, ist das Hotelgeschäft bisher direkt an der Tui AG angedockt.
Grossaktionär Fredriksen hatte die Tui-Führung in den vergangenen Jahren wiederholt mit scharfer Kritik überzogen und unter anderem den Rücktritt Frenzels gefordert. Auch der Hapag-Lloyd-Verkauf geht auf seine Forderungen zurück. Allerdings waren der Reeder und sein Vertrauter Tor Olav Troim mehrfach damit gescheitert, einen eigenen Vertreter im Aufsichtsrat zu platzieren.
Vor wenigen Tagen verkündete die Tui AG jedoch, dass ein gemeinsamer Kandidat gefunden worden sei. Christian Strenger, der der Regierungskommission für den Deutschen Corporate Governance Kodex und der Kommission der Börsensachverständigen des Bundesfinanzministeriums angehört, soll nun in das Gremium einziehen. Der Vorschlag werde "von allen grossen Tui-Aktionären unterstützt", hiess es. Einen weiteren Wahlvorschlag soll es bei der Hauptversammlung am 9. Februar deshalb nicht geben. Im Aufsichtsrat soll es allerdings mehrere Wechsel geben. Als neuer Aufsichtsratschef ist der ehemalige Daimler-Vorstand Klaus Mangold vorgesehen./stw/alg/wiz

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