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BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius hat in den ersten sechs Monaten von den guten Geschäften der Töchter Kabi und Fresenius Medical Care (FMC) profitiert und sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis kräftig zugelegt. "Alle Unternehmensbereiche haben ausgezeichnete Ergebnisse erzielt", sagte Unternehmenschef Ulf Schneider am Dienstag laut Mitteilung. "Dank der hervorragenden Entwicklung von APP Pharmaceuticals in Nordamerika hat insbesondere Fresenius Kabi unsere Erwartungen deutlich übertroffen." Fresenius gehe nun mit "grosser Zuversicht in das zweite Halbjahr". Die Ende Juli nach vorläufigen Zahlen bereits angehobene Gewinnprognose wurde erwartungsgemäss bestätigt. So soll das Konzernergebnis im Gesamtjahr währungsbereinigt um 10 bis 15% steigen. Davor wurde ein Anstieg zwischen 7 und 9% in Aussicht gestellt.
In den ersten sechs Monaten stieg das operative Ergebnis (EBIT) um 14% auf 1,1 Mrd EUR, während sich der Umsatz um 11% auf 7,7 Mrd EUR verbesserte, wie der Dax-Konzern am Firmensitz im hessischen Bad Homburg mitteilte. Der um Sondereinflüsse in Zusammenhang mit der Übernahme des US-Generikaherstellers APP Pharmaceuticals bereinigte Konzerngewinn kletterte in den ersten sechs Monaten währungsbereinigt um 23% auf 302 Mio EUR. Die Sondereinflüsse mit eingerechnet sank der Überschuss von 274 Mio EUR in den ersten sechs Monaten 2009 auf 240 Mio EUR. Die Produkteinführungen in Nordamerika und eine höhere Nachfrage infolge von Lieferengpässen bei Wettbewerbern wirkten sich positiv aus, wie der Arbeitgeber von fast 134.000 Mitarbeitern weiter mitteilte. 2008 hatte Fresenius APP zur Stärkung von Kabi gekauft, wodurch die Verschuldung gestiegen war. Die Finanzverbindlichkeiten lagen zuletzt bei 9,387 Mrd EUR.
Fresenius Kabi ist spezialisiert auf Infusionstherapie, Generika sowie klinische Ernährung. Fresenius konkretisierte den Kabi-Ausblick für die EBIT-Marge und erwartet nun 18,5 bis 19%, nachdem bisher 18 bis 19% in Aussicht gestellt wurden. In den ersten sechs Monaten lag die Umsatzrendite bei rund 20%. 2010 soll das organische Umsatzwachstum am oberen Ende der bisherigen Spanne von 7 bis 9% liegen.
Fresenius-Titel gaben nach den jüngsten Kursgewinnen im frühen Handel um 0,16% auf 54,72 EUR nach. Erwartungsgemäss sei der zuletzt angehobene Ausblick für das Konzernergebnis bestätigt worden, hiess es am Markt zur Begründung.
AUSBLICK FÜR FMC WIRD BEKRÄFTIGT
Die grösste Fresenius-Sparte, der ebenfalls im Dax notierte weltgrösste Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) , konnte im zweiten Quartal in den USA von höheren Zahlungen pro Patient profitieren. Der Gewinn verbesserte sich um 12% auf 248 Mio USD. FMC-Chef Ben Lipps rechnet für das Geschäftsjahr 2010 unverändert mit einem Umsatz von mehr als 12 Mrd USD. Das Konzernergebnis soll zwischen 950 und 980 Mio USD liegen. "Nach einem erfolgreichen Start ins Jahr 2010 haben wir auch im zweiten Quartal sehr gute Ergebnisse erzielt", so Lipps. FMC blicke mit Zuversicht auf die ab 2011 geltende Pauschalvergütung von Dialysebehandlung staatlicher versicherter Patienten in den USA. Auf die Bekanntgabe der Regelung hatte die FMC-Aktie mit Kursgewinnen reagiert. "Das sind nicht die besten Zahlen, die FMC jemals vorgelegt hat, aber es sind solide Zahlen", kommentierte ein Händler. Die Gewinnseite habe positiv überrascht, wogegen der Umsatz leicht schwächer als erwartet ausgefallen sei.
Der 2005 von Fresenius übernommene Krankenhausbetreiber Helios bekräftigte den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr: Danach soll jeweils das obere Ende der Prognose sowohl beim organischen Umsatzwachstum in der Spanne von 3 bis 5%, als auch beim EBIT in der Spanne von 220 bis 230 Mio EUR erreicht werden. 2009 hat Helios einen Umsatz von 2,4 Mrd EUR und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 205 Mio EUR ausgewiesen. In den ersten sechs Monaten verbuchte die Sparte ein Umsatzplus von 5% auf 1,223 Mrd EUR, während der Überschuss um 17% auf 62 Mio EUR wuchs.
Fresenius-Chef Schneider rechnet nach früheren Aussagen vor dem Hintergrund der schwierigen Finanzsituation vieler Kommunen 2010 und 2011 mit weiteren Zukaufsmöglichkeiten. Die grossen Klinikketten Asklepios, Helios und der Klinikbetreiber Rhön-Klinikum sowie Sana kontrollieren zusammen ein gutes Zehntel des deutschen Krankenhausmarktes und halten nach Zukäufen Ausschau.
In der kleinsten Sparte Fresenius Vamed habe sich der Auftragseingang mehr als verdoppelt. Sowohl beim Umsatz wie auch beim EBIT-Wachstum werde 2010 das obere Ende der Prognosespanne von 5 bis 10% erwartet./ep/nmu/stk

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